6. Hamburg-Berlin-Klassik 2013: Opel GT gewinnt Rallye-Silber

2013-09-22


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  • Vorjahressieger Hanns-Werner Wirth und Olympiasieger André Lange auf Platz 2
  • 177 Klassiker der Automobilgeschichte bei der 6. Hamburg-Berlin-Klassik am Start
  • Schauspielerin Katharina Thalbach erobert im Opel GT die Herzen der Zuschauer

Rüsselsheim.  In den Ohren klingt das Röhren von 177 klassischen Motoren, und vor dem Berliner Olympiastadion riecht es nach Benzin. Der Startschuss der 6. Hamburg-Berlin-Klassik erfolgte am 19. September bei Sonnenschein. Drei Tage und rund 700 Kilometer Streckendistanz mit ausgeklügelten Sonderprüfungen durch den Hohen Norden – von Berlin bis nach Hamburg – standen für die Oldtimer-Karawane auf dem Programm. Mit am Start bei der diesjährigen Hamburg-Berlin-Klassik (19. bis 21. September 2013) waren insgesamt sieben Opel-Fahrzeuge, drei davon vom legendären Typ GT aus dem Opel-Classic-Bestand. Und die drei Sportwagen hatten dazu noch prominente Gäste an Bord.

Bereits bei der ersten Etappe von Berlin nach Rheinsberg belegten Vorjahressieger Hanns-Werner Wirth und Olympiasieger André Lange mit der Startnummer 95 auf der reizvollen Tour durch den Norden Platz 1 und zeigten was in ihrem roten GT aus dem Jahr 1968 steckt. Am zweiten Tag fielen sie auf Platz 3 in der Gesamtwertung zurück. Am dritten Tag konnten sie sich im Kampf um die Hundertstelsekunden schließlich den zweiten Platz in der Gesamtwertung sichern. André Lange, Weltklasse-Bobfahrer und erstmals bei einer Oldtimer-Rallye mit dabei, war von der Schwierigkeit der kniffligen Sonderprüfungen beeindruckt: „Da hat sich der Veranstalter richtige Gemeinheiten ausgedacht, aber mein Partner im GT, Hanns-Werner Wirth, ist ein alter Hase. Der hat sich davon nicht beeindrucken lassen.“ Und nach drei gemeinsamen Tagen im zweisitzigen Opel-Sportcoupé resümierte Hanns-Werner Wirth: „Ein tolles Gefühl, mit diesem professionellen Opel-Team unterwegs zu sein. Es muss super ausgesehen haben, wenn die drei GT im Formationsflug an den begeisterten Zuschauern vorbeifuhren, aber es war noch besser, wenn man mit dem Fahrzeug selbst unterwegs sein konnte.“

Auf dem Beifahrersitz des zweiten Opel GT aus dem Jahre 1969 mit der Startnummer 96 saß die beliebte Schauspielerin und Regisseurin Katharina Thalbach. Bekannt aus Filmen wie beispielsweise „Die Blechtrommel“, „Sonnenallee“ sowie kürzlich im Fernsehen als Angela Merkel in „Der Minister“ war sie mit einem telefonbuchdicken Roadbook und Stoppuhren ausgestattet, um Opel-Pressesprecher Michael Blumenstein von der Bundeshauptstadt bis zur Fischauktionshalle in Hamburg zu lotsen. Sie zeigte sich spürbar angetan von dem gelben Kultstar mit den seitlich wegdrehenden Klappscheinwerfern: „Die sind rattenscharf!“ Der GT versetzte die Schauspielerin in ihre Teenagerzeit zurück: „Das war ganz großes Kino, mit dem Opel auf Tour zu gehen. Auf Marktplätzen und bei den Durchfahrtskontrollen sorgte unser gelbes Schmuckstück immer für Aufsehen. Ich fühlte mich wie eine Königin“.

Auch Jockel Winkelhock, Opel-Markenbotschafter und Le-Mans-Sieger von 1999, ließ es sich nicht nehmen, an der Hamburg-Berlin-Klassik mit einem Opel GT teilzunehmen. Gemeinsam mit dem Journalisten Burkhard Knopke gab er einem ockerfarbenen GT von 1973 mit der Startnummer 97 die Sporen: „Es ist immer wieder ein schönes Erlebnis, mit einem Opel-Oldtimer um Hundertstel zu kämpfen.“

Die drei Opel GT mit der charakteristischen Coke-Bottle-Shape-Karosserie und der scharfen Abrisskante am Heck werden von einem 1,9-Liter-Triebwerk, das 90 PS leistet, angetrieben. Die seitlich wegdrehenden Klappscheinwerfer, auch liebevoll „Schlafaugen“ genannt, werden mechanisch mittels eines Hebels neben dem Schaltgetriebe geöffnet und geschlossen.

Oldtimer-Rallye Hamburg-Berlin-Klassik 2013

Nur Fliegen ist schöner: Formationsflug der drei Opel GT bei der Oldtimer-Rallye Hamburg-Berlin-Klassik 2013

Oldtimer-Rallye Hamburg-Berlin-Klassik 2013

Zieleinfahrt in Hamburg. Hanns-Werner Wirth hat bereits ein gutes Gefühl auf eine vordere Platzierung. Am Ende wurde er zusammen mit seinem Co-Piloten André Lange sogar Zweiter

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