14. Januar 2000
Komplettes Schutzprogramm gegen Einbruch und Diebstahl
Neuer Opel Omega legt Langfingern das Handwerk
- Maßstab für Sicherheitsstandards bei Opel
- Intelligentes Zusammenspiel von Mechanik und Elektronik
Rüsselsheim. Mit einem aufwendigen Maßnahmenpaket schützt Opel den neuen Omega gegen Einbruch und Diebstahl. Alle mechanischen und - mit Ausnahme der optionalen Alarmanlage - elektronischen Sicherheitsfeatures gehören in der grundlegend überarbeiteten Opel-Top-Baureihe schon ab der Basisversion zum Serienumfang und tragen so zu einer äußerst günstigen Versicherungseinstufung bei. Opel liefert damit ein weiteres Beispiel für die Unternehmensstrategie, anspruchsvolle Technik zu günstigen Preisen möglichst vielen Nutzern verfügbar zu machen. Der beim neuen Omega erreichte hohe Sicherheitsstandard ist das Ergebnis einer kontinuierlichen Entwicklungsarbeit im Technischen Entwicklungszentrum von Opel in Rüsselsheim, in die das Unternehmen auch unabhängige Sachverständige einbezieht. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass die Einbruch- und Diebstahlssicherheit mit jeder neuen Opel-Modellreihe auf breiter Basis steigt.
Wertsachen bleiben hinter Schloss und Riegel
Der Schutz gegen unbefugtes Eindringen ins Wageninnere beginnt bei der Karosserie. Sämtliche Betätigungsmechanismen der Türen zeigen sich auch bei hartnäckigen Attacken von außen als unnachgiebig. Beispielsweise verfügen die Schließzylinder über 2.000 verschiedene mechanische Verschluss-Varianten. Auf diese Weise wird die Möglichkeit ausgeschlossen, das Fahrzeug mit einem nachgemachten Schlüssel zu öffnen. Auch wenn ein Eindringling - etwa mit Hilfe eines Schraubenziehers - rohe Gewalt anwendet, bleiben die mit Freilauf-Schließzylinder und Rutschkupplung ausgestatteten Sicherheitsschlösser standhaft.
Unnachgiebige Verglasung
Auch der zweite bevorzugte "Einstiegsweg" von Autodieben, die Seitenscheiben, erweisen sich als unnachgiebig. Ein Herunterdrücken der geschlossenen Scheiben ist nicht möglich - der Selbsthemm-Mechanismus der Fensterheber verhindert dies zuverlässig. Diebe, die es nicht auf das komplette Fahrzeug, sondern auf Wertgegenstände im Innenraum abgesehen haben, werden in Zukunft ebenfalls auf heftigen Widerstand stoßen: Um die "klassische" Einbruch-methode - Scheibe einschlagen und zugreifen - zu vereiteln, prüfen die Opel-Entwicklungsingenieure im Rahmen der Omega-Modellpflege Einsatzmöglichkeiten von Verbundglasscheiben rundum in verschiedenen Materialkombinationen. Die Verwendung des Laminatglases für Seiten- und Heckfenster erhöht die Einbruchsicherheit in einem Maß, das bisher nur von der Frontscheibe erreicht wird. So hält die Kunststoff-Zwischenschicht im Glas bei Schlageinwirkung die Glasbruchstücke zusammen.
Diebstahlprävention für Heck und Motorhaube
Auch gegen den schnellen Zugriff von hinten ist das neue Rüsselsheimer Spitzenmodell gesichert: Der Kofferraumdeckel ist nur über die Funkfernbedienung oder von innen entriegelbar, so dass der Gepäckraum beim Halt an der Ampel nicht ausgeräumt werden kann. Autodiebe, die ihren Ersatzteilbedarf durch den Griff unter die Motorhaube decken wollen, haben ebenfalls keine Chance: Zusätzlich zur allgemein gebräuchlichen Innenraum-Entriegelung verwehrt eine Abdeckung des Haubenschlosses den Zugriff von außen.
Schutz für Fahrzeug-Accessoires
Die von Langfingern besonders begehrten Leichtmetallräder können Autofahrer durch Sicherheitsschrauben aus dem Opel-Zubehörprogramm ebenfalls gegen Diebstahl schützen: Der Fahrzeugbesitzer erhält einen Spezialschlüssel, mit dem allein die Radschrauben gelöst werden können. Auch Souvenir-Jägern erschweren die Opel-Spezialisten das Handwerk: Zierleisten, Embleme und Beschriftungen sind aufgeklebt und können nicht zerstörungsfrei demontiert werden. Ein logischer Schritt: Denn was keine Aussicht auf verwertbare "Beute" verspricht, weckt auch kaum die Motivation zuzugreifen.
Elektronische Wächter
Über die rein mechanische Prävention kommen beim neuen Opel-Topmodell hoch moderne elektronische Sicherheitssysteme zum Einsatz. So bewirkt beispielsweise die Deadlockfunktion, die über die Funkfernsteuerung oder das Türschloss aktiviert wird, die Blockade des Innenverriegelungsknopfes. Die Fahrzeugtüren können nicht mehr geöffnet werden. Dies gilt auch, wenn eine Scheibe eingeschlagen wurde und der Einbrecher in den Fahrzeuginnenraum greift. Die Deadlockfunktion kann nur mit dem Originalschlüssel an der Fahrertür oder über die Fernbedienung außer Kraft gesetzt werden.
Hochgradig abschreckend auf potenzielle Diebe wirkt die optional erhältliche bewegungssensible Diebstahlwarnanlage des Omega, die durch Verriegelung des Fahrzeugs mittels Infrarot-Fernbedienung oder Schlüssel scharfgestellt wird. Nach dem Einschalten stellt sich ihr Ultraschallsystem automatisch auf den Innenraum ein und registriert alle Bewegungen oder Druckschwankungen, die beispielsweise durch Hineingreifen oder Einschlagen einer Scheibe ausgelöst werden. Zusätzlich überwacht die Diebstahlwarnanlage Motorhaube, Türen und Kofferraum. Ein weiteres Sicherheitsfeature der Diebstahlwarnanlage ist der elektronische Räder- und Abschleppschutz: Sein Neigungssensor löst sofort Alarm aus, sobald die Räder vom Boden gehoben werden.
Wegfahrsperre lässt auch Profis verzweifeln
Diebstahl-Profis, die sich von den umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen nicht haben abschrecken lassen - beispielsweise, wenn das Fahrzeug an einem einsamen Ort abgestellt wurde - werden mit den Sicherheitsfunktionen des Lenkradschlosses, das dank einer Rutschkupplung auch bei massiver Krafteinwirkung nicht deaktiviert werden kann, und der elektronischen Wegfahrsperre konfrontiert. Dieses System lässt einen Start des Motors nur zu, wenn ein im Zündschlüssel integrierter Transponder erkannt wurde, der berührungslos ausgelesen wird. Um auch das Scannen des Funksignals durch Hacker wirksam zu verhindern, kommt ein kryptografisches Frage-Antwort Verfahren zum Einsatz, bei dem eine ständig wechselnde Anfrage der Wegfahrsperre vom Schlüssel richtig beantwortet werden muss. Da die Bandbreite dieser Codes nahezu unendlich ist, besteht für Unbefugte kaum eine Möglichkeit, den richtigen Code herauszufinden und das Auto zu starten.
Bestens gesichert sind auch elektronische Komponenten wie Navigationssystem, Autotelefon oder Audio-Anlage. Die Systeme sind diebstahlgeschützt in die Armaturentafel eingebaut und untereinander vernetzt. Ein automatischer Codevergleich registriert, welche Komponenten fehlen und schaltet diese sofort ab. Für Diebe sind die Einzelkomponenten deshalb kaum zu gebrauchen. Neben der Codierung sorgen bei der Audio-Anlage auch die Trennung vom Display sowie das abnehmbare Bedienteil für hohe Diebstahlprävention.
|