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2000-01-04 
  
Weltpremiere in Detroit: Das Design des silber-blauen Zafira Snowtrekker reflektiert die künftige Opel-Formensprache; mit konstruktiven Merkmalen wie einem 150 PS starken 2.2 16V-Leichtmetall-Vierzylinder-Benzinmotor mit Direkteinspritzung und permanentem All-radantrieb gewährt das Technikkonzept einen Blick auf künftige Entwicklungen bei Opel.
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4. Januar 2000

Compact Van-Studie mit Allradantrieb für Wintersport-Aktivitäten

Weltpremiere: Opel Zafira Snowtrekker in Detroit

  • Direkteinspritzender 2.2 16V-Leichtmetall-Benzinmotor mit 150 PS
  • Permanter Allradantrieb mit Visco-Zentraldifferenzial
  • Technik-betontes, zukunftweisendes Design
  • Innovative Detaillösungen wie Panorama-Dach mit integrierter Dachbox
  • Kooperation mit Skihersteller Rossignol

Rüsselsheim/Detroit. Gleich zu Beginn des neuen Jahrtausends und erstmals in seiner Geschichte ist Opel auf der Detroit Motor Show (15. – 23. Januar 2000) vertreten. Hauptattraktion des deutschen Traditionsunternehmens, das 1999 sein 100-jähriges Jubiläum als Automobilhersteller feierte, ist die Zukunftsstudie eines sportlichen und Lifestyle-orientierten Compact Van. Das Design des silber-blauen Zafira Snowtrekker reflektiert die künftige Opel-Formensprache; mit konstruktiven Merkmalen wie einem 150 PS starken 2.2 16V-Leichtmetall-Vierzylinder-Benzinmotor mit Direkteinspritzung und permanentem Allradantrieb gewährt das Technikkonzept einen Blick auf künftige Entwicklungen bei Opel. Zahlreiche praktische Detaillösungen wie eine integrierte Dachbox machen die Studie zum idealen Automobil für Wintersport-Aktivitäten aller Art. Zusammen mit dem Opel Zafira Snowtrekker präsentiert der französische Hersteller Rossignol seine neue T-Power-Kurzski-Generation zum ersten Mal in Detroit. Direkt sichtbares Zeichen der Kooperation beider Unternehmen ist die Integration des Rossignol-Signets in das Snowtrekker-Logo.

Neben der Studie des innovativen Wintersportlers präsentiert Opel ein weiteres High-light in Detroit: Das 1999 als "Concept Car of the Year" und Environmental Concept Car of the Year" ausgezeichnete Konzeptauto G90. Dank Leichtbau-Konstruktion (750 Kilogramm), einem cw-Wert von 0.22 und einem hocheffizienten Dreizylinder-Benzinmotor emittiert der G90 nur 90 Gramm CO2 pro Kilometer. Das entspricht einem Kraftstoffverbrauch von lediglich 3,88 Litern pro 100 Kilometer für den geräumigen Kompakt-Klassen-Viersitzer. Vauxhall, Schwesterunternehmen von Opel, zeigt in Detroit das sportlich-elegante Astra Coupé, das noch im Frühjahr auf den Markt kommt.

Der Opel-Auftritt in Detroit ist nicht nur für das Rüsselsheimer Unternehmen eine Premiere, sondern auch für die Konzernmutter General Motors. Denn zum ersten Mal nutzt GM die wichtigste nordamerikanische Auto-Show, um sich als globales Unternehmen mit all seinen Marken den internationalen Medien und dem heimischen Publikum zu präsentieren. Damit macht der größte Automobilhersteller der Welt deutlich, dass er den aktuellen Trend zu einer globalen Mehrmarken-Strategie bereits seit den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts realisiert hat.

Der Star des Opel-Areals auf dem insgesamt über 15.000 Quadratmeter großen GM-Stand in der US-Autometropole basiert auf dem Compact Van Zafira und hat wie dieser einen Radstand von 2.700 Millimetern. Bei den Außenabmessungen legte der Zafira Snowtrekker (Länge: 4.436/Breite: 1.818/Höhe: 1.847 Millimeter) gegenüber der Basis geringfügig zu. Für einen besonders dynamischen Auftritt sorgen die großen 18-Zoll-Räder sowie die breite Spur von 1.500 Millimetern vorn und 1.559 Millimetern hinten. Ausgestellte Radhäuser unterstreichen zudem den kraftvollen Auftritt der Allrad-Studie, deren Fahrwerk mit Rädern der Dimension 245/40 R 18 im Vergleich zum Serien-Zafira eine rund 30 Millimeter höhere Bodenfreiheit ermöglicht.

Design: Neue Definition der technisch orientierten Opel-Formensprache

Das Styling der Studie entwickelt die technisch orientierte Formensprache von Astra und Zafira konsequent weiter und gibt ebenso wie das auf der IAA 1999 in Frankfurt vorgestellte Concept Car G90 Ausblicke auf die künftige Opel-Designstrategie. Opel-Design-Direktor Hans Seer: "Große gespannte Flächen werden beim Snowtrekker durch dynamische Linien wirkungsvoll akzentuiert. Klare grafische Elemente runden die zukunftweisende Opel-eigene Formensprache ab." Stefan Arndt, im Advanced Design bei Opel für den Snowtrekker verantwortlich, erläutert: "Unser Design-Thema war die mechanische Verzahnung, das saubere Fügen von einzelnen Elementen." Diese Formensprache zeigt sich in vielen Details, bis hin zum Reifenprofil der von Goodyear gelieferten Pneus. Weitere Beispiele sind die Leichtmetallräder, die Trittstufen, der Dachgepäckträger oder das Dreispeichen-Lenkrad. Ein wichtiges Gestaltungsmerkmal ist natürlich auch das Markenzeichen: Der Opel Blitz ist ein unübersehbares Design-Element am Kühlergrill, auf der Heckklappe sowie auf Rädern und Lenkrad. Seine dreidimensional anmutende Präsentation unterstreicht die Kompetenz der traditionsreichen Marke.

Die in den vorderen Stoßfänger integrierten Nebelleuchten bilden nicht nur einen markanten Blickfang, sondern verfügen auch über modernste Technik: Beim Lenkeinschlag leuchten die Lampen automatisch auf und erhellen so den kompletten Kurvenverlauf. Fortschrittliche Lichttechnologie kommt ebenfalls in Form von LED-Leuchten beim Rücklicht und dem vorderen Standlicht sowie bei den in den Außenspiegelgehäusen untergebrachten "dritten" Blinkern zum Einsatz.

Neuheit: Glas-Panorama-Dach bietet beste Aussichten

Eine neue und praktische Idee realisierten die Opel-Designer mit dem aus wärmedämmendem Sicherheitsglas gefertigten Panorama-Dach des Allradlers. Es ermöglicht eine uneingeschränkte Sicht nach draußen und sorgt für viel natürliches Licht auf allen sechs Plätzen, was gerade in der dunklen Jahreszeit von vielen Menschen als sehr angenehm empfunden wird. In der Mitte des Dachs ist eine zwei Meter lange, 14 Zentimeter hohe und 40 Zentimeter breite Gepäckbox integriert. Sie hat zwei Fächer, die beide vom Innenraum aus zugänglich sind. Das kleinere Fach kann, ähnlich wie im Flugzeug, von den Passagieren auf den vorderen Sitzen genutzt werden. Das große hintere, in dem zum Beispiel Skistöcke Platz finden, lässt sich sowohl vom Innenraum als auch von außen durch die geöffnete Heckklappe beladen.

Raumkonzept: Große Variabilität und sportlich-elegante Materialien

Mit dem innovativen FLEX7-Sitzsystem des Zafira hat Opel neue Maßstäbe beim Package und der Innenraum-Variabilität bei den Compact Vans gesetzt. Der Zafira Snowtrekker interpretiert die clevere Konstruktion in einer Ausführung mit sechs Sitzen in drei Reihen neu. Zwischen den beiden Sitzen der mittleren Reihe verfügt die Studie über ein großes beheizbares Staufach, das zugleich als Armauflage dient. Die vorbildliche Variabilität des Zafira bleibt erhalten, denn die mittleren Sitze können um 54 Zentimeter in der Länge verschoben und bei Bedarf ebenso nach vorne geklappt werden wie die Warmhaltebox. Die beiden Sitze in der dritten Reihe lassen sich - wie im Serien-Zafira – schnell und mühelos flach im Fahrzeugboden versenken. Damit ist auch die allradgetriebene Studie bestens für den Transport von sperrigen Gütern und allerlei Sportgerät geeignet.

Spezielle Halter auf der Staubox sorgen für Komfort und Sicherheit beim Transport der Wintersportgeräte. Eine willkommene Hilfe beim Be- und Entladen des Stauraums im und auf dem Dach sind die markante, aus Aluminium gefertigte Trittstufe am Fahrzeugheck sowie die beiden unterhalb der hinteren Türen angebrachten Tritte. Ihre Flächen sind mit Gummi belegt, das im Stil des Reifenprofils gemustert ist und so das Thema der mechanischen Verzahnung wieder aufgreift.

Passend zum Thema Wintersport ist der Snowtrekker mit einem hellen Filzboden ausgelegt, der sich einfach reinigen lässt. Und: Neuartige Fußmatten aus hochflorigem Polygras wirken dank einer Aluminium-Einfassung sehr edel und sind zudem in der Handhabung äußerst praktisch. Mit flauschigem, grauen Flanell bezogene Sitzpolster und Türverkleidungen sorgen im Innenraum des Zafira Snowtrekker für eine wohlige Atmosphäre. Mit dem weichen Material kontrastiert an den Flanken der Sportsitze sowie auf dem Armaturenbrett ein schwarzer Stoff, der die technische Orientierung der sportlich-eleganten Studie betont.

Cockpit: Einfache Bedienung vieler Funktionen mit drei Knöpfen

Schnörkellos, klar und aufgeräumt ist die neu gestaltete Armaturentafel. Wesentlichen Anteil daran hat das innovative Bedienkonzept mit nur drei zentral in der Mittelkonsole angeordneten Dreh/-Druck-Knöpfen. Mit ihnen werden Klimaanlage, Radio, Mobiltelefon, Navigationssystem oder auch die heizbare Heckscheibe betätigt. Alle unmittelbar für das Fahren notwendigen Schalter für Blinker, Fern- und Abblendlicht oder die Scheibenwischer sind, ebenso wie der Warnblinkschalter, weiterhin direkt am Lenkrad angeordnet. Die vier klar gezeichneten Rundinstrumente liegen blendfrei unter einer gewölbten Abdeckung.

Bei der Mittelkonsole, in der zwei elektrisch beheizbare Getränkedosenhalter untergebracht sind, greifen die Designer die Außenfarbe des Snowtrekker auf und schaffen so eine neue Gesamt-Harmonie. Abgerundet wird die edle Note durch Aluminiumstreben in der Mittelkonsole sowie Alu-Türöffner und -Lautsprecherabdeckungen. Darauf abgestimmt sind die Säulenverkleidungen und der Dachhimmel mit einem silbergrauen Stoff bezogen.

Fortschrittlich: Leichtmetall-Triebwerk mit Benzin-Direkteinspritzung

Einen Blick in die Opel-Zukunft bietet die Zafira Snowtrekker-Studie nicht nur bei der Design-Sprache, sondern auch bei der Technik. Dies gilt insbesondere für den 2,2-Liter ECOTEC DIRECT-Konzept-Motor. Der Benzin-Direkteinspritzer basiert auf einer komplett neu entwickelten Vierzylinder-Leichtmetall-Motorengeneration, die weltweit von General Motors in verschiedenen Versionen eingesetzt wird. Die 2.2 16V-Variante (108 kW/147 PS) mit Saugrohr-Einspritzung und zwei in den Motorblock integrierten Ausgleichswellen für exzellente Laufruhe erfüllt bereits heute die erst ab 2005 geltende, strenge Euro 4-Abgasnorm. Seinen Serieneinstand gibt das Aluminium-Aggregat ab Frühjahr 2000 im Astra Coupé und später im Leichtbau-Zweisitzer Speedster. Der Kraftstoffverbrauch nach MVEG liegt im Astra Coupé bei lediglich 8,2 Litern pro 100 Kilometer.

Walter Treser, Chef der Opel-Vorausentwicklung: "Im Vergleich zum Basistriebwerk mit klassischer Saugrohreinspritzung erreicht der ECOTEC DIRECT eine nochmalige Kraftstoffeinsparung von acht bis 12 Prozent." Der 2,2-Liter-Benzin-Direkteinspritzer leistet 110 kW/150 PS bei 5.800 min-1 und entwickelt eine maximale Zugkraft von 210 Nm bei 4.000 min-1. Die Ingenieure setzen bei dem reibungs- und gewichtsoptimierten Vierzylinder-Vierventiler auf ein wandgeführtes, drallunterstütztes System und eine darauf abgestimmte neue Brennraum-Geometrie. Der Kraftstoffdruck liegt bei dem neuen Direkteinspritzer mit 50 bis 120 bar deutlich höher als bei einem Triebwerk mit konventioneller Saugrohr-Einspritzung. Mit einem Speicherkat-System werden bereits die Euro 4-Abgasgrenzwerte unterschritten. Durch reduzierte Schwefelanteile im Kraftstoff sind weitere Optimierungen möglich.

Traktion: Allradsystem mit gezielter ABS-Steuerung

Die Kraft des neuen ECOTEC DIRECT wird über ein zentrales Differenzial mit Viscosperre an beide Achsen des Zafira Snowtrekker verteilt. Für Traktion auf schwierigem Terrain sorgt darüber hinaus ein gezielter, radindividueller Bremseneingriff. Das Allradsystem greift dafür auf die Signale der ABS-Anlage zurück und bremst jedes durchdrehende Rad gezielt ab. Zusätzlich kann ein Elektronisches Stabilitäts-Programm (ESP) für noch mehr Sicherheit - speziell bei Nässe, Schnee und Eis - sorgen.

Das beim Allradantrieb notwendige hintere Differenzial erforderte eine neue Hinterachse. Die Opel-Ingenieure entwickelten eine sehr kompakte Vierlenker-Aufhängung, die den innovativen Klappmechanismus für die beiden hinteren Sitze nicht einschränkt. Die Vorderachse mit Dreiecks-Querlenkern und McPherson-Federbeinen stimmt prinzipiell mit dem Serien-Zafira überein - lediglich Federraten und Stabilisator-Auslegung wurden angepasst.

Als traktionsstarker Compact Van hat der Snowtrekker das Zeug zum idealen Begleiter für winterliche Aktivitäten jeglicher Art. Dieser Ansicht sind auch die Wintersport-Profis von Rossignol. Tanguy Chatillon, Marketingleiter des renommierten Ski-Herstellers, ist von der Studie begeistert: "Der Snowtrekker ist mit seinem variablen Innenraum und der praktischen Dachbox bemerkenswert vielseitig. Er ist außen kompakt und bietet dennoch reichlich Platz für die Sportler, deren Ski oder Snowboards und sonstiges Equipment." Den Beweis dafür treten Opel und Rossignol zusammen auf der Messe in Detroit an: Im Innenraum der Studie sind die neuesten Rossignol T-Power-Kurzski fachmännisch verzurrt, und auf dem Dach befinden sich zwei Langlaufbretter sowie ein Snowboard des französischen Herstellers. "Mit dem Snowtrekker zeigen wir nicht nur, wie winterliches Autofahren angenehmer werden kann, sondern auch welche innovativen Ausbaumöglichkeiten noch im Zafira stecken", erklärt Opel Technik-Vorstand Hans H. Demant. "Viele dieser Ideen werden sich in künftigen Modellen unserer Marke wieder finden."



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