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2002-09-26 
  
Gary Paffett
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26. September 2002

Neunter DTM-Lauf in Zandvoort

Opel Service Fit

Logistische Meisterleistung / Definierte Wartungsintervalle / V8-Coupé: 3.500 Bauteile

Rüsselsheim. Aus über 3.500 Teilen besteht jedes der sechs Opel Astra V8 Coupé, die am Wochenende beim neunten und vorletzten DTM-Lauf im niederländischen Zandvoort starten. Dabei sind Kleinteile wie Schrauben, Muttern etc. nicht mitgerechnet. 3.500 Teile, die im harten Renneinsatz einer enormen Beanspruchung unterliegen. Deshalb ist eine optimale Wartung der Fahrzeuge und die regelmäßige Erneuerung von Bauteilen in vorgegebenen Intervallen enorm wichtig.

Die beiden DTM-Astra des Opel Euroteam, die in Zandvoort von Alain Menu und Eric Helary gesteuert werden, werben für "Opel Service Fit", das umfassende und kompetente Service-Programm der Opel-Händler – und mindestens genauso intensiv und sorgfältig warten die Opel-Teams Holzer, Phoenix und Euroteam die 462 PS starken Tourenwagen. "Bisher haben wir keinerlei Ausfälle durch technische Fehler zu verzeichnen", berichtet Opel-Sportchef Volker Strycek stolz. "Und wir setzen alles daran, dass dies so bleibt."

Vollständiger Check nach jedem Rennen

Nach jedem Test, nach jedem Training, nach dem Warm-up und zwischen den beiden Rennen werden die DTM-Opel nach einem genau definierten Plan von den Ingenieuren und Mechanikern akribisch untersucht und für den nächsten Einsatz vorbereitet. "Die Sorgfalt eines jeden Einzelnen spielt dabei eine große Rolle", betont Dr. Ulrich Pfisterer, DTM-Projektleiter im Opel Performance Center (OPC). Nach jedem Rennen werden die Autos dann fast vollständig zerlegt. "Manche Teile werden nur einer Sichtprüfung unterzogen, andere werden an den Hersteller zur speziellen Prüfung geschickt, entweder zum Röntgen oder zur Reparatur und Teil-Erneuerung", so Jürgen Jungklaus, Ingenieur aus dem Opel Team Phoenix.

Laufzeit-Erfassung für die meisten Bauteile

Ein wesentlicher Aspekt bei der Fahrzeug-Wartung ist die Erfassung der Laufzeiten. "Von jedem relevanten Bauteil wird die Laufzeit erfasst. So wissen wir immer, wie viele Kilometer ein bestimmtes Teil bereits im Einsatz ist, in welchem Fahrzeug es verwendet wurde und ob es schon einmal teilerneuert wurde", so Dr. Pfisterer. Die meisten Teile halten ein "Rennwagen-Leben" lang, zumindest eine DTM-Saison.

Für andere Teil sind maximale Laufzeiten konkret vorgeschrieben. Beispielsweise die ultraleichte Kohlefaser-Kardanwelle, die auf Grund ihrer Anordnung zwischen Motor und Kupplung/Getriebe an der Hinterachse mit Motordrehzahl läuft und somit extrem belastet wird. "Spätestens nach 2.500 Kilometer muss die Kardanwelle zum Hersteller, die Gesamtlaufzeit ist auf 10.000 Kilometer begrenzt", erklärt Jürgen Jungklaus. "Oft werden die Laufzeiten sicherheitshalber unterschritten, um kein Risiko einzugehen." Auch Erfahrungswerte spielen eine große Rolle. So wird beispielsweise eine Benzinpumpe einmal pro Jahr erneuert, obligatorisch, um auf Nummer Sicher zu gehen. Vermutlich würde auch die Benzinpumpe die ganze Saison klaglos überstehen.

Die verschiedenen Bauteile sind unterschiedlichen Belastungen ausgesetzt. Zum Beispiel die Getriebe-Zahnräder. Dr. Ulrich Pfisterer: "Der Verschleiß hängt sehr stark vom Schalt-Verhalten des Fahrers ab. Bei manchem Fahrer müssen Zahnräder und Dockringe nach jedem Rennen getauscht werden, in der Regel halten sie aber zwei bis drei Rennen." Pro Rennwochenende werden je nach Trainingseifer 500 bis 600 Kilometer zurückgelegt.

28-Tonnen-Truck als rollendes Ersatzteil-Lager

Damit die sechs Opel Astra V8 Coupé von Manuel Reuter und Joachim Winkelhock (Opel Team Phoenix), Timo Scheider und Michael Bartels (Opel Team Holzer) sowie Alain Menu und Eric Helary (Opel Euroteam) möglichst perfekt laufen, ist hinter den Kulissen eine logistische Meisterleistung von Nöten. Alle 3.500 Komponenten müssen in ausreichender Stückzahl verfügbar sein, um im Falle eines Unfalles oder Schadens eingesetzt werden zu können.

Im Mittelpunkt der Versorgungskette steht dabei ein 28-Tonnen-Truck, der als "rollendes Ersatzteillager" dient. Dabei variiert die Bestückung des Lagers durchaus von Rennstrecke zu Rennstrecke. "Aus Erfahrung weiß man, dass am Norisring die Bremsen extrem beansprucht werden und somit alle Bremsen-Komponenten in größerer Stückzahl als normal vorhanden sein müssen", so Dr. Pfisterer. Sollte doch einmal ein Teil fehlen, so treten ausgeklügelte Notfall-Pläne in Kraft. Per Kurier und notfalls auch per Helikopter werden solche Teile, die gegebenenfalls auch "über Nacht" speziell produziert werden, vom RLC, dem Rennsport-Logistic-Center von Opel Performance, zur Rennstrecke gebracht.

Teile-Verwaltung via Barcode und Datenbank

Um eine derartige Fülle von Bauteilen, teils in unterschiedlichen Versionen vorhanden, zu verwalten, ist ein ausgeklügeltes System erforderlich. So erhält jede einzelne Fahrzeug-Komponente schon bei der Konstruktion ein Teilenummer, erst dann erfolgt die Beschaffung in entsprechender Stückzahl durch das RLC, das auch für die Qualitätskontrolle verantwortlich ist. Für die Verwaltung aller Bauteile hat Dokumentations-Spezialist Dietrich Kissel über die Jahre für die OPC eine spezielle Software entwickelt. "Am Markt erhältliche Software erschien uns für die speziellen Anforderungen im Motorsport nicht geeignet, unsere eigene Datenbank ist flexibel und kann bei Bedarf problemlos angepasst werden", erklärt Dietrich Kissel.

Auf diese Datenbank, die auch zahlreiche Explosionszeichnungen enthält, können alle Opel-Teams im bestehenden Netzwerk zugreifen und über dieses Intranet auch die Teile-Bestellung abwickeln. Jedes Teil ist entsprechend ausgezeichnet, und mittels eines Barcode-Lesers werden Ein- und Ausgang von Teilen, ganz gleich ob im "Teile-Truck" an der Rennstrecke oder im RLC, elektronisch erfasst. "Nur so ist es möglich, die Vielzahl der Ersatzteile, die neu entwickelten Teile und unterschiedlichen Komponenten zu handeln und den Einsatz der Teile in den sieben Fahrzeugen – sechs Renn- und ein Testauto – nachzuvollziehen", erläutert Dr. Ulrich Pfisterer. "Das System hat sich bewährt. Und nur so ist eine schnelle und umfassende Teileversorgung möglich. Das ist die unabdingbare Basis für die hohe Zuverlässigkeit unserer Renn-Fahrzeuge."

Fakten & Stimmen

Int. AvD-Rundstreckenrennen, Zandvoort (Niederlande) - 27.-29. September 2002

  • Zandvoort: Begeisterung für eine anspruchsvolle Rennstrecke

Der Dünenkurs von Zandvoort vor den Toren Amsterdams löst unter den Opel-DTM-Piloten schiere Begeisterung aus. "Das ist eine super tolle Rennstrecke, die sehr anspruchsvoll ist und auf der man eine gehörige Portion Mut braucht", sagt beispielsweise Manuel Reuter (Opel Team Phoenix). Oder Alain Menu (Opel Euroteam): "Als ich vor einem Jahr erstmals in Zandvoort gefahren bin, war es sozusagen Liebe auf den ersten Blick. Es ist ein Fahrer-Kurs, den ich sehr mag." Der 4,3 Kilometer lange Kurs an der Nordsee gefällt auch Timo Scheider (Opel Team Holzer): "Es ist wie 'Fahren am Strand' – immer Wind und deshalb auch viel Sand von den Dünen auf der Piste, was zu wechselnden Bedingungen führt." Sein Teamkollege Michael Bartels bringt es auf den Punkt: "Vom Streckenverlauf her ist es einer der schönsten Kurse im DTM-Kalender. Es gibt spektakuläre Stellen, die Fahrer und Zuschauer gleichermaßen begeistern." Auch für Joachim Winkelhock ist es eine der schwierigsten Rennstrecken der DTM, doch für den Phoenix-Piloten gibt es noch einen anderen Aspekt: "1981 bin ich erstmals in Zandvoort gefahren, und zwar im Renault 5 Turbo Europapokal. Einer meiner härtesten Gegner war damals Volker Strycek ..."

  • Klausenrennen-Memorial: Alain Menu startete erstmals in seiner Heimat

Das Internationale Klausenrennen-Memorial in der Schweiz bescherte Alain Menu ein Erlebnis der besonderen Sorte: Erstmals nahm der in England lebende Schweizer an einer Motorsport-Veranstaltung in seiner Heimat teil. "Es war ein gutes Gefühl, und es hat Spaß gemacht", so der DTM-Pilot aus dem Opel Euroteam. Menu, zuletzt am A1-Ring als Sechster bestplatzierter Opel-Pilot, steuerte einen Opel-Rennwagen aus dem Jahr 1914, mit 12,3 Litern Hubraum und bemerkenswerte 260 PS stark. "Gewöhnungsbedürftig war vor allem, dass bei diesem alten Rennwagen das Gaspedal in der Mitte und das Bremspedal rechts angebracht war", so Menu.

  • Vectra GTS: Opel-Piloten bei der Händler-Einführung im Einsatz

Fünf Opel-Piloten – Timo Scheider und Michael Bartels aus der DTM, Timo Glock und Frank Diefenbacher aus der Formel 3 sowie Christoph Schleimer aus der Rallye-DM – waren aktiv in die Übergabe von 1.300 neuen Opel Vectra GTS an die Opel-Händler eingebunden. Auf mehreren Parcours-Sektionen demonstrierten die Opel-Motorsportler die Qualitäten des 211 PS starken Vectra GTS. "Dieses Auto besitzt herausragende Fahrwerksreserven. Es war schwer, den Vectra GTS überhaupt an die Grenzen zu bringen", stellte Christoph Schleimer fest. Der Vectra GTS kommt beim DTM-Lauf in Zandvoort auch wieder als Safety-Car zum Einsatz.

  • Formel 3: Opel-Dallara-Pilot Gary Paffett kann in Zandvoort Meister werden

Der britische Opel-Dallara-Pilot Gary Paffett aus dem Team Rosberg kann in Zandvoort vorzeitig Deutscher Formel-3-Meister werden. Bei noch vier ausstehenden Rennen hat Paffett 29 Punkte Vorsprung auf den Japaner Kousuke Matsuura (Opel-Dallara/Prema Powerteam), zwei weitere Punkte zurück liegt Opel-Junior-Werksfahrer Timo Glock (Opel Team KMS) ebenfalls noch in Schlagdistanz. Am A1-Ring gelang Paffett der sechste Saisonsieg, im zweiten Rennen in Österreich siegte Timo Glock vor Vitantonio Liuzzi (Opel Team BSR). Hat Gary Paffett nach den beiden Zandvoort-Rennen noch mindestens 22 Punkte Vorsprung auf den ärgsten Verfolger, ist ihm der Titel nicht mehr zu nehmen. Er wäre übrigens der erste Deutsche Formel-3-Meister aus England.

Zeiten & Zahlen

Zeitplan
Int. AvD-Rundstreckenrennen
Zandvoort (Niederlande), 27.-29. September 2002
Freitag, 27. September
09.00-09.15 Uhr DTM Roll-out
10.45-12.15 Uhr DTM Test 1
12.30-13.15 Uhr Formel 3 Test
13.45-14.45 Uhr Formel 3 Freies Training
15.00-16.30 Uhr DTM Test 2
18.15-19.00 Uhr Formel 3 Zeittraining für Rennen 2
Samstag, 28. September
09.00-10.00 Uhr DTM Freies Training
11.30-12.15 Uhr Formel 3 Zeittraining für Rennen 1
13.05-13.50 Uhr DTM Zeittraining
14.00-15.00 Uhr DTM Pitwalk
16.15 Uhr Formel 3 Rennen 1 (19 Rd.)
Sonntag, 29. September
09.00-09.30 Uhr DTM Warm-up
12.15 Uhr Formel 3 Rennen 2 (19 Rd.)
13.05-14.15 Uhr DTM Pitwalk
14.35-15.05 Uhr DTM Startfeld-Präsentation
15.20 Uhr DTM Qualifikationsrennen (8 Rd.)
15.55 Uhr DTM Rennen (24 Rd.)
 
DTM und Formel 3 im Fernsehen
Samstag, 28. September
13.00-14.00 Uhr HR DTM, Zeittraining LIVE
16.00-17.15 Uhr DSF Formel 3, 1. Rennen LIVE
17.30-18.00 Uhr ARD Sportschau
22.15-22.45 Uhr ARD Tagesthemen
Sonntag, 29. September
15.05-17.00 Uhr ARD DTM LIVE
18.08-18.40 Uhr ARD Sportschau
19.50-20.00 Uhr ARD Sportschau-Telegramm
19.45-21.15 Uhr DSF DTM Highlights inkl. Formel 3
20.00-20.15 Uhr ARD Tagesschau
23.00-23.30 Uhr ARD Tagesthemen
Dienstag, 01. Oktober
22.30-23.30 Uhr DSF Motodrom
Opel Performance Media Service
Opel Performance Media Center in Zandvoort (NL)
Telefon +31-23-5735784
Telefax +31-23-5735783
Opel Performance Media, Uwe Baldes
Mobil +49 (0) 171-5122004
media@opel-performance.com
Texte und Fotos zum Download
www.opel-performance.com/media
www.dtm.de/media
DTM: Stand nach acht Läufen
Fahrer-Wertung
1. Laurent Aiello (F) Audi 65
2. Bernd Schneider (D) Mercedes 46
3. Mattias Ekström (S) Audi 32
4. Jean Alesi (F) Mercedes 24
5. Marcel Fässler (CH) Mercedes 21
6. Uwe Alzen (D) Mercedes 20
7. Christian Abt (D) Audi 13
8. Martin Tomczyk (D) Audi 7
  Alain Menu (CH) Opel 7
10. Christijan Albers (NL) Mercedes 5
  Timo Scheider (D) Opel 5
12. Manuel Reuter (D) Opel 4
13. Joachim Winkelhock (D) Opel 3
...
15. Michael Bartels (D) Opel 1
Team-Wertung
1. Team Abt Sportsline   78
2. Mercedes-AMG/Vodafone   70
3. Warsteiner AMG Mercedes   41
4. Team Abt   35
5. Opel Euroteam   7
  Team Abt Sportsline Junior   7
Opel Team Phoenix   7
8. Opel Team Holzer   6
9. Service 24h AMG-Mercedes   5
 
DTM: Statistik nach acht Läufen
Fahrer Siege PP SR
L.Aiello (F) Audi 7 4 5
M.Ekström (S) Audi 2 1 2
J.Alesi (F) Mercedes 2   1
U.Alzen (D) Mercedes 2   1
B.Schneider (D) Mercedes 1 1 1
M.Tomczyk (D) Audi 1 1  
M.Fässler (CH) Mercedes 1 1
M.Reuter (D) Opel   1  
C.Abt (D) Audi     3
T.Scheider (D) Opel     1
M.Bartels (D) Opel     1
K.Wendlinger (A) Audi     1
Marken
Audi 10 6 11
Mercedes 6 1 4
Opel   1 2
Formel 3: Stand nach 16 Läufen
1. Gary Paffett (GB) Opel-Dallara 73
2. Kousuke Matsuura (J) Opel-Dallara 44
3. Timo Glock (D) Opel-Dallara 42
4. Frank Diefenbacher (D) Opel-Dallara 32
5. Jeffrey van Hooydonk (B) Honda-Dallara 31
6. Bernhard Auinger (A) Opel-Dallara 26
7. Markus Winkelhock (D) Mercedes-Dallara 24
8. Vitantonio Liuzzi (I) Opel-Dallara 16
  Joao Paulo de Oliveira (BR) Honda-Dallara 16
10. Robert Doornbos (NL) Honda-Dallara 14

 



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