Cadillac Imaj: Der zweite Schritt
Trendsetter für Cadillacs Limousinen

Nachdem Cadillac 1999 mit dem
spektakulären Evoq den Weg der Marke in eine neue Epoche des Designs
aufgezeichnet hatte, galt es in einem weiteren Schritt darzustellen, dass die
künftige Formensprache so umfassend entwickelt war, dass sich ihre
expressive Ausdrucksweise auch auf andere Fahrzeugkonzepte wirksam
übertragen ließ. Darum zeigte Cadillac auf dem Genfer Automobilsalon
im März 2000 ein zweites Beispiel, die Möglichkeiten der neuen
Formsprache und die daraus resultiere Technikausrichtung zu entfalten. Das
Ergebnis trug den Namen Imaj stellte sich als Luxuslimousine mit Allradantrieb
vor.
„Mit dem Imaj wollen wir die traditionellen Attribute einer
Luxuslimousine wie groß, schwer und verbrauchsintensiv in agil, praktisch
und vielseitig umwandeln“, beschrieb John F. Smith, damals Chef von
Cadillac die Intensionen der Studie.
Die Karosserie des Imaj verlies das
formale Diktat der klassischen Stufenhecklimousine. Im Interesse eines
überragenden Raumkomforts im Fond mündete die flache Linie des Dachs
in einer hohen, steil abfallenden Heckkante. Der lange Radstand von 3.085
Millimeter bildete nicht nur die Voraussetzung für einen
standesgemäßen Langstreckenkomfort und die entsprechende Beinfreiheit
für die Fahrgäste im Fond, er sorgte auch für kurze
Fahrzeugüberhänge, was dem Imaj trotz der Länge von 5.100
Millimeter einen kompakten und bulligen Eindruck verlieh und die sportlichen
Leistungsdaten unterstrich.
Ein Chassis aus Leichtmetall in
Spaceframe-Technik versprach geringes Gewicht bei außerordentlicher
Steifigkeit. Bei einer Länge von 5.100 Millimetern bot der Imaj im
Innenraum nur jeden erdenklichen Komfort. Im Fond bot der Imaj die
Möglichkeit eines Hightech-Arbeitsplatzes mit dem Komfort eines Sitzes der
First Class in einem Linienflugzeug, sowie modernster
Kommunikationstechnik.
Für den Antrieb kam eine verbesserte Version
des Northstar-V8 aus dem Evoq zum Einsatz. Der Achtzylinder mit 4,2-Liter
Hubraum leistete mit mechanischer Aufladung und Ladeluftkühlung, sowie
variabler Ventilsteuerung 317 kW/425 PS bei 6.400/min und ein maximales
Drehmoment von 542 Newtonmeter bei 4.000/min. Eine neu entwickelte
Fünfgangautomatik übertrug die Kraft über einen Allradantrieb
alle vier Räder aus Magnesium mit 20 Zoll Durchmesser und Reifen der
Dimension 255/40 R 20.
Die seriennähe der Antriebstechnik lässt
sich am späteren Einsatz in der Serie ablesen. So gehört Allradantrieb
heute ebenso zum Angebot von Cadillac, wie der mechanisch aufgeladene V8, der in
allen V-Modellen zum Einsatz kommt und beim künftigen CTS-V ein
Leistungsniveau von 410kW/550 PS erreicht. Zu den Elementen der aktiven
Sicherheit zählten Runflat-Reifen von Goodyear, ein ABS-System von Delco,
elektronische Traktionskontrolle, Bremsen von Brembo und eine weiterentwickeltes
Stabilisierungsprogramm „StabiliTrack“.
Der Imaj
verkörperte zwei zentrale Intensionen. Einmal die Rolle der
Chauffeurs-Limousine mit dem maximalen Luxus und Kommunikationsangebot für
zwei Passagiere im Fond und zum anderen die fahraktive Limousine für den
sportlich engagierten Selbstfahrer. Dazu sollten Verstellmöglichkeiten
für Sitze, Pedale und Lenkung ebenso beitragen wie ein Headup-Display,
Kontrollfunktionen über das Lenkrad, eine
„Shift-by-wire“-Steuerung beim Wechsel der Getriebestufen und die
„Adeptive Cruise Control“ mit Radarsensor für die automatische
Abstandsüberwachung.