Pressemappe Opel Vivaro
Markt und Modell
Der neue Vivaro komplettiert das Opel-Nutzfahrzeugangebot
- Zunächst drei Aufbauten, zwei Radstände und drei Motoren zur Wahl
- Mehr als 20 verschiedene Versionen im Angebot
- Weiteres Wachstum bei leichten Nutzfahrzeugen erwartet
- Jüngster Spross der bewährten Zusammenarbeit mit Renault
Transporter sind wahre Multitalente. Ihre Einsatzgebiete und Aufgaben sind so vielfältig wie bei keiner anderen Fahrzeuggattung. Viel Platz für Passagiere, Ladegut oder Werkstattausrüstung müssen sie selbstverständlich bieten, zugleich leicht zu rangieren und übersichtlich sowie günstig in Anschaffung und Unterhalt sein. Auf langen Autobahnetappen sind sie ebenso zu Hause wie in den verwinkelten Straßen kleiner Städte. Besonders strapazierfähig wünscht der eine Kunde den Laderaum, der andere legt Wert auf eine hochwertige, wohnliche Anmutung und komplette Ausstattung mit Komfortextras. All diesen unterschiedlichen Anforderungen gerecht zu werden fällt schwer. Die Antwort von Opel heißt Vivaro. Die neue Transporter-Generation in der Klasse um 2,8 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht komplettiert das Opel-Angebot bei den leichten Nutzfahrzeugen und deckt mit ihrem ausgesprochen variantenreichen Modellprogramm die verschiedensten Bedürfnisse der gewerblichen Kunden in ganz Europa ab.
Drei Karosserieversionen, zwei Radstände und drei Motorisierungen sind miteinander kombinierbar. Den Antrieb übernehmen zwei kraftvolle und sparsame 1,9-Liter-Dieselmotoren mit Common-Rail-Einspritzung (60 kW/82 PS und 74 kW/100 PS) sowie ein 88 kW/120 PS starker 2,0-Liter-16V-Benziner. Mitte 2002 ergänzt ein besonders durchzugsstarker Turbodiesel mit Common-Rail-Technologie, 2,5 Litern Hubraum und einer Leistung von 98 kW/133 PS die Motorenpalette nach oben. Ebenfalls 2002 werden das Plattform-Fahrgestell und die achtsitzige Busversion zur Verfügung stehen. Ab 2003 vervollständigt eine Hochdachversion des Kastenwagens das Modellangebot. Summa summarum wird es über 30 Vivaro-Varianten geben, 21 davon gehen in den nächsten zwei Jahren an den Start.
Hier ein kurzer Überblick über die verschiedenen Aufbauten:
| Aufbau | Radstand | Höhe | | | Kastenwagen | Kurz (3.098 mm) | Normal (1.968 mm) | L1H1 | | Kurz | Hoch ³ (2.460 mm) | L1H2 | | Lang ¹ (3.498 mm) | Normal | L2H1 | | Lang ¹ | Hoch ³ | L2H2 | | Combi | Kurz | Normal | L1H1 | | Lang | Normal | L2H1 | | Plattform-Fahrgestell ² | Lang | Normal | L2H1 | | Bus ² | Kurz | Normal | L1H1 |
Start ¹ Herbst 2001 – ² Mitte 2002 – ³ ab 2003
Weitere Details zu den verschiedenen Varianten und ihren Transportleistungen finden Sie im Kapitel "Karosserie und Sicherheit".
Chancenreich: Rund 500.000 Fahrzeuge der Vivaro-Klasse pro Jahr in Europa
Nutzfahrzeuge sind stabiler als Personenwagen – das gilt nicht nur für Blechstärken oder besonders robuste Radaufhängungen, sondern offenbar auch in puncto Autokonjunktur. Während die Neuzulassungen bei den Pkw in Europa im Jahr 2000 um rund acht Prozent zurückgingen, überstiegen die Nutzfahrzeuge mit insgesamt 2,53 Millionen Exemplaren das 99er Ergebnis (2,41 Millionen) – ein Plus von fast fünf Prozent. Rund 20 Prozent (dieser Fahrzeuge waren im Jahr 2000 dem Segment der Transporter in der 2,8-Tonnen-Klasse zuzurechnen. Seit 1996 zählt man hier jährlich über 500.000 Einheiten in Europa, im Jahr 2000 blieben die Zulassungen mit 496.132 Einheiten erstmals wieder leicht unter dieser Schwelle, doch mittelfristig erwarten die Marktexperten ein weiteres Wachstum in diesem Segment. Neue Modelle, der stark wachsende E-Commerce und der steigende Verteilerverkehr in die Städte geben Anlass zu Optimismus. Am gefragtesten sind Fahrzeuge dieser Klasse in Deutschland - 20 Prozent der europäischen Neuzulassungen im Segment der leichten Nutzfahrzeuge werden dort registriert. Zweitgrößter Markt ist Großbritannien (14 Prozent), gefolgt von Frankreich (12 Prozent) und Spanien (9 Prozent).
Diese Länder, ergänzt um Italien, werden auch die Hauptabsatzmärkte für den neuen Opel Vivaro sein. In 2001 planen Opel und Vauxhall, noch etwa 16.000 Vivaro europaweit abzusetzen, davon circa 3.600 in Deutschland. Im ersten vollen Verkaufsjahr 2002 ist dann eine deutliche Steigerung der Absatzzahlen auf rund 40.000 Einheiten in Europa (Deutschland: circa 7.800 Vivaro) angestrebt. Auf dem belgisch-luxemburgischen Markt werden im folgenden Jahr 800 Vivaros einen Käufer finden müssen.
Das größte Käuferpotenzial für den Vivaro erwarten die Opel-Marktforscher bei den so genannten "Modernen Traditionalisten". Diese demoskopisch definierte Zielgruppe wird von Handwerkern und Dienstleistern dominiert. Umfragen ergaben: Sie sind stolz auf ihre Arbeit, vertrauen ihren Fähigkeiten und haben das erklärte Ziel, ihren Kunden beste Resultate zu liefern. Die Selbstständigen und Inhaber von kleinen Firmen werden den Prognosen zufolge am Vivaro überdurchschnittlich stark Gefallen finden. Der Grund: Sie sind an technischem Fortschritt interessiert und erwarten von neuen, ungewöhnlichen Lösungen eine Verbesserung ihres eigenen Angebots und ihres Auftritts als Unternehmer. Das zukunftweisende Nutzfahrzeug-Konzept des Vivaro mit seinem innovativen Design, der modernen Antriebstechnologie sowie dem komfortablen und sicheren Fahrwerk passt bestens in dieses Anforderungsprofil.
Erfolgreich: Langjährige Zusammenarbeit mit Renault
Dass die neue Opel-Transporterbaureihe so zielgenau den Anforderungen der potenziellen Käufer entspricht, kommt nicht von ungefähr. Sie ist nicht zuletzt in der Kompetenz der Vivaro-"Eltern" begründet. Zeitlich deutlich vor der großen Fusionswelle und den zahlreichen Joint-Ventures in der internationalen Automobilindustrie haben sich Opel und Renault am 18. Dezember 1996 auf eine Kooperation im Nutzfahrzeug-Bereich verständigt. "Durch diese Zusammenarbeit profitieren die Kunden vom technischen Können und den strengen Qualitätsnormen gleich zweier Unternehmen", betont Jan-Åke Jonsson, im Internationalen Technischen Entwicklungszentrum von Opel als Vehicle Line Executive verantwortlich für Nutzfahrzeuge. "Getestet wurden die Vorserien-Fahrzeuge beispielsweise auf den Prüfgeländen beider Konzerne – sowohl dem von Renault in Lardy, südlich von Paris, als auch auf dem General Motors-Testzentrum im britischen Millbrook, nördlich von London."
Opel ist es dank des Joint-Ventures zudem gelungen, sehr schnell ein lückenloses Modellprogramm bei den leichten Nutzfahrzeugen bis hin zum ausgewachsenen 3,5-Tonner anzubieten. In einigen europäischen Ländern kam der Arena in weniger als zwölf Monaten nach dem Start der Zusammenarbeit auf den Markt. Und der im Januar 1999 in einigen europäischen Ländern und im September 2000 auf dem belgisch-luxemburgischen Markt eingeführte Opel Movano ist der beste Beweis für den Erfolg der Strategie. Mehr als 17.000 Käufer in ganz Europa entschieden sich im vergangenen Jahr bereits für dieses Modell. Gegenüber 1999 war das ein Plus von 56 Prozent.
Jüngster Spross der Zusammenarbeit mit Renault ist der Vivaro. Insgesamt 700 Millionen Euro haben die Unternehmen zu gleichen Teilen in dessen Entwicklung und Produktion investiert. Lediglich 35 Monate benötigten die Ingenieure und Techniker von Opel und Renault, um das komplett neue Modell zu konzipieren. "Die Aufgabenteilung war klar definiert", erinnert sich Jon Dennis. Der Projektassistent für leichte Nutzfahrzeuge war Mitglied des 20-köpfigen Teams von Opel- und General Motors-Mitarbei-tern, das während der Entwicklung ständig vor Ort in Villier-Saint-Frédéric in der Nähe von Paris/Frankreich war. "Antriebsstrang und Packaging entstanden unter Regie von Renault, bei der Produktion war dagegen die Erfahrung der Experten von Opel gefragt." Sowohl der Vivaro als auch der neue Renault Trafic werden im selben Werk bei IBC Vehicles, einem Tochterunternehmen von General Motors, in britischen Luton hergestellt. In allen anderen Bereichen – also beispielsweise auch dem innovativen Design – haben die Partner gemeinsam nach der besten und kundenfreundlichsten Lösung gesucht.
Unter der Lupe
E-Commerce erhöht Nachfrage nach Transportern
Ein paar Mausklicks im Internet, und schon sind Bücher, Computerzubehör oder andere Gegenstände des täglichen Gebrauchs online bestellt. Doch wer liefert all die Dinge, die wir rund um die Uhr und bequem von zu Hause aus ordern? Erst dank der so genannten Kurier-, Express- und Paketdienste, kurz KEP, finden die Waren von der Datenautobahn über reale Straßen zu ihren Käufern. Diese Firmen profitieren vom boomenden E-Commerce-Geschäft. Und da die KEP-Unternehmen ihre Fahrzeugflotten vergrößern und auf die Lieferung vieler kleiner Sendungen ausrichten, lässt der Internet-Hype nach Ansicht aller Markt-Experten mittelfristig die Nachfrage nach Transportern wie dem Opel Vivaro nach oben schnellen.
So prognostiziert beispielsweise die international renommierte Unternehmensberatung Manner-Romberg, dass die Zahl der KEP-Sendungen in Europa von 4,9 Milliarden Stück (2000) auf 7,5 Milliarden (2003) steigen wird. Das wären in zwei Jahren umgerechnet 21 Millionen Pakete am Tag oder 14.270 jede Minute. Größter KEP-Markt in Europa ist derzeit Deutschland mit einem Anteil von 30 Prozent, gefolgt von Frankreich (24 Prozent) und Großbritannien (17 Prozent). Schon die heutigen Stückzahlen sind beeindruckend. Die deutsche Filiale des Online-Buchhändlers Amazon verschickt beispielsweise 20.000 bis 50.000 Sendungen am Tag, der Elektronikspezialist Conrad kommt auf täglich 25.000 bis 30.000 Pakete in Deutschland.
Weiteres Wachstum ist wahrscheinlich, denn noch ist längst nicht jeder Haushalt online im World Wide Web. Rund 30 Prozent der Bevölkerung oder 24,2 Millionen Deutsche hatten nach einer Untersuchung des Marktforschungsunternehmens Nielsen/NetRa-tings im Januar 2001 privat oder am Arbeitsplatz Zugang zum Internet. In Frankreich sind 10,9 von rund 59 Millionen Menschen online und in Italien tummeln sich mit rund 15 Millionen Usern circa 26 Prozent der Bevölkerung im weltweiten Datennetz. In Großbritannien hat jeder Dritte (21,2 Millionen Menschen) einen Internet-Anschluss.
Design und Aerodynamik
Ausdrucksstarke Formgebung mit hohem Nutzwert
- Unverwechselbare und zeitlose Linienführung prägt modernen Transporter
- Markantes Jumbo-Dach für mehr Kopffreiheit sowie leichteren Ein- und Ausstieg
Schönes Design erobert alle Lebensbereiche. Selbst schnöde Saftpressen haben inzwischen schicke Konkurrenz bekommen, und modern gestylte Computergehäuse müssen sich nicht mehr unter den Schreibtischen verstecken. Mit dem Opel Vivaro macht nun erstmals ein Nutzfahrzeug mit ungewöhnlicher, ausdrucksstarker Linienführung auf sich aufmerksam. "Beim Vivaro haben wir auf das Styling ebenso viel Wert gelegt wie bei einem Personenwagen", betont Opel-Designchef Hans Seer. Die Folge der konsequenten Formensprache: Aus welcher Perspektive der Transporter auch betrachtet wird, stets fallen überraschende optische Details ins Auge.
"Wir haben im Vorfeld mit den Kollegen von Renault natürlich verschiedene Entwürfe erarbeitet", erläutert Rainer Schmidt, Opel-Designleiter für Nutzfahrzeuge, "aber die moderne, futuristische Richtung war von Anfang an klar. Schließlich bleiben diese Fahrzeuge viel länger in Produktion als Personenwagen, daher muss das Design auch noch in acht oder zehn Jahren frisch wirken." Auch wenn die Linienführung bei der Kaufentscheidung gewerblicher Kunden nicht unbedingt die oberste Priorität genießt: Solange der Nutzwert wie beim Vivaro stimmt, darf das Auto natürlich attraktiv aussehen. Schließlich repräsentiert es die Firma.
Markant: Scheinwerfer als bewusstes Gestaltungselement
Bereits die Frontpartie des Opel Vivaro ist unverwechselbar und verdeutlicht die Leitlinie, aufregendes Design mit praxisgerechter Funktionalität zu verbinden. Die Motorhaube ist weit nach oben gezogen, dennoch garantiert die große Frontscheibe besten Überblick über das Geschehen im Straßenverkehr. Die hinter Klarglas sitzenden, großen Scheinwerfer haben die Designer bewusst als Gestaltungselement eingesetzt. Sie machen aber nicht nur optisch Eindruck, sondern überzeugen auch mit ausgezeichneter Lichtausbeute. Der konvexe obere Bogen des Stoßfängers und die seitlich bis zur B-Säule hoch gezogene Karosseriesicke greifen die ungewöhnliche Form der Scheinwerfer auf. Der groß dimensionierte Stoßfänger steckt kleinere Parkrempler ohne Schaden weg und wurde mit Absicht nicht in Wagenfarbe lackiert, um die potenziellen Reparaturkosten niedrig zu halten. Gleichzeitig ist er, zusammen mit der Schutzleiste und dem Heckstoßfänger, Teil der graphischen Gestaltung des Fahrzeugs.
In typischer Materialanmutung unlackiert, robust ausgeführt und dennoch optisch ansprechend gestaltet sind gleichfalls die Außenspiegel des Vivaro. Ihre zwei Sichtfelder reduzieren die Gefahr, einen anderen Verkehrsteilnehmer im toten Winkel zu übersehen. Die Form der Außenspiegel entwickelten Ingenieure und Designer im Windkanal. Sie sind ebenso aerodynamisch optimiert wie beispielsweise der Unterboden, dessen strömungsgünstige Auslegung auch zur Motorkühlung beiträgt. Mit cw = 0.367 erreicht der Vivaro einen guten Luftwiderstandsbeiwert und damit beste Voraussetzungen für genügsamen Umgang mit dem Kraftstoff. Die Stirnfläche A beläuft sich auf 3,38 m2.
Bequem: Jumbo-Dach erleichtert den Ein- und Ausstieg
Rund, wo es dem Menschen dient, kantig zur optimalen Nutzung des Frachtraums – in der Seitenansicht wird dieses bewusste Spannungsverhältnis besonders deutlich. Im Profil des Vivaro fällt besonders die nach oben gewölbte Fahrerkabine auf, das so genannte Jumbo-Dach. Dieser Ausbuchtung verdanken die Insassen auf den vorderen Plätzen besonders viel Kopffreiheit, überdies erleichtert sie den Ein- und Ausstieg – bei Fahrzeugen dieses Segments, die oft im Lieferverkehr eingesetzt werden, ein wichtiges Kriterium. Der Laderaum dahinter ist dagegen absolut kastenförmig ausgelegt und damit bestmöglich zu beladen.
Wer sich an rechteckigen Fenstern herkömmlicher Transporter satt gesehen hat, kommt bei den ungewöhnlich geformten Seitenscheiben der Vivaro-Fahrerkabine auf seine Kosten. Die Fensterunterkante steigt stark nach hinten an und verlängert so die Linie des vorderen Stoßfängers. Praktischer Nebeneffekt: Die Sicht zur Seite – wichtig etwa beim Rangieren – ist ausgezeichnet. Bei der Combi-Variante verwöhnen die Schiebefenster der zweiten Sitzreihe die Passagiere mit bester Aussicht und viel Frischluft. Auch sie sind mit einer abgerundeten Ecke betont unkonventionell gestaltet.
Die Seitenansicht des Vivaro präsentiert sich kräftig und robust. Die ausgestellten Radhäuser werden von großen 16-Zoll-Rädern ausgefüllt. Ihre muskulöse Wölbung zieht sich zudem über die gesamte Seite. Passagier- und Laderaum verschmelzen so zu einer optischen Einheit, außerdem wird der lange Radstand von 3.098 beziehungsweise 3.498 Millimetern betont. Die kurzen vorderen und hinteren Überhänge lassen den Vivaro nicht nur besonders dynamisch wirken, sondern bieten wiederum einen echten Vorteil: Dank des kleinen, so genannten Böschungswinkels verhindern sie, dass das Fahrzeug in unebenem Gelände und an steilen Auf- und Abfahrten schnell aufsetzt. Große seitliche Schutzleisten bilden einen markanten unteren Abschluss der Türen und verhindern, dass kleine Kratzer teure Reparaturen nach sich ziehen.
Sicher: Hoch gesetzte Heckleuchten sind weithin zu erkennen
Dunkelgrau eingerahmt präsentiert sich das Heck. Der große Stoßfänger fungiert gleichzeitig als Einstiegshilfe in den Laderaum. Die Seitenkanten des Fahrzeugs schützt ebenfalls eine graue Kunststoff-Beplankung, zugleich unterstreicht sie das quaderförmige Layout des Hecks. Die lackierten Scharniere der Türen setzen farbige Akzente und demonstrieren ihre Robustheit bereits optisch. Die hoch gesetzten Heckleuchten sind ebenfalls in die senkrechten Schutzleisten integriert. Dank ihrer Anordnung erkennt der nachfolgende Verkehr sofort die Lichtzeichen. Die Heckscheibe ist leicht nach unten gewölbt und wiederum ein Blickfang am neuen Opel Vivaro.
Die senkrechten Seitenwände ermöglichen es, Firmenbeschriftungen glattflächig anzubringen. Die für ein Nutzfahrzeug ausgesprochen umfangreiche Farbpalette unterstützt den Wunsch der Käufer nach einem individuellen Äußeren ihres Transporters. Neben den vier kräftigen Farben Casablanca White, Ink Blue, Magma Red und Corn Yellow stehen acht ungewöhnliche Metallic-Lacke zur Wahl. Darüber hinaus kann der Kunde seinen Vivaro auf Wunsch auch in einer Vielzahl individueller RAL-Farben bestellen.
Karosserie und Sicherheit
Fortschrittliche Lösungen für hohen Schutz und Funktionalität
- Vier Airbags verfügbar, Dreipunktgurte und Kopfstützen für alle Plätze
- Ergonomisch optimierte Lösungen erleichtern ermüdungsfreies Fahren
- Zahlreiche Ablagen sorgen für Übersicht und Ordnung
- Neuartiges "Flex Fix"-System garantiert sicheren Transport der Ladung
Ein Trendsetter ist der neue Vivaro nicht nur durch seinen zukunftsweisenden Designauftritt. Zu einem der modernsten Vertreter der populären Eintonner-Nutzklasse machen den Fronttriebler gleichzeitig seine hohe Solidität und Funktionalität. So präsentiert sich sein Laderaum glattflächig, rechtwinklig und in gesamter Breite nutzbar (außer in Höhe der Radkästen). Weder Schraub- oder Schweißverbindungen noch hervorstehende Ecken und Kanten schränken die Frachtkapazität ein. Zudem gewährt Opel dank einer fast vollständigen Verzinkung eine zwölfjährige Garantie gegen Durchrostung auf die gesamte Karosserie. Angeboten wird der Neuling im Opel-Nutzfahrzeugprogramm in den Versionen Kastenwagen und Combi. Zusätzliche Flexibilität bringen zwei Radstände (3.098 und 3.498 Millimeter). Eine achtsitzige Minibus-Variante und das Plattform-Fahrgestell werden in 2002 das Modellangebot ergänzen, ab 2003 steht der Vivaro-Kasten-wagen auch in einer Hochdachversion zur Verfügung.
Viel Platz bietet die neue Transporterbaureihe, die wahlweise mit 2,7 oder 2,9 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht erhältlich ist, in jeder Variante. So verfügen bereits Transporter und Combi mit kurzem Radstand (Länge x Breite x Höhe: 4.78 x 1.90 x1.97 Me-ter) über ein Fassungsvermögen von knapp fünf Kubikmetern, die Länge des Laderaums beträgt 2,41 Meter. Noch mehr Stauvermögen stellt mit fast sechs Kubikmetern die 5,18 Meter lange Kastenwagen-Version mit einer Ladelänge von 2,81 Metern bereit. Auf dieser Ladefläche lassen sich insgesamt drei Europaletten unterbringen. Beide Varianten verfügen über eine maximale Ladebreite von 1,66 Metern (1,27 Metern zwischen den Radkästen), die Stauraumhöhen innen liegen bei 1,38 Metern ('Jumbo'-Standarddach) beziehungsweise 1,89 Metern (Hochdach).
Optimiert und ergänzt wird die Nutzbarkeit durch zahlreiche praktische Details. So zählen zur Transporter-Grundausstattung beispielsweise Hecktür-Dichtungen, die durch ihre geschützte Einbaulage vor Beschädigung beim Ein- und Ausladen gesichert sind. Des Weiteren sind die Türarretierungen unterhalb des Ladeboden-Niveaus positioniert, um Beschädigungen der Fracht zu vermeiden. Sechs beziehungsweise acht stabile Verzurrösen (kurzer/langer Radstand) garantieren rutschfreies Fixieren der Ladung. Noch mehr Halt bietet das auf Wunsch ab Ende des Jahres lieferbare neue 'Flex Fix'-System. Der große Pluspunkt dieser innovativen Entwicklung mit horizontalen Schienen in den Seitenwänden, die mit jeweils sechs verschiebbaren Verankerungspunkten sowie Haltegurten bestückt sind: Frachtstücke jeder Form und Größe lassen sich auf diese Weise optimal und sicher verzurren. Optional sind zudem halb hohe Seitenwandverkleidungen erhältlich.
Variabel: Verschiedene Hecktür-Varianten stehen zur Wahl
Zum zügigen Be- und Entladen mit sperrigem Frachtgut oder den häufig genutzten Euro-Paletten besitzt der neue Opel-Transporter eine große, im 90- und 180-Grad-Öffnungswinkel arretierbare Doppelflügel-Hecktür. Sie bietet eine Ladeöffnung von 1,32 Metern Höhe und 1,82 Metern Breite. Der Zugang durch die serienmäßige Schiebetür auf der rechten Fahrzeugseite ist 1,00 Meter breit und 1,29 Meter hoch. Der Stoßfänger hinten dient als Trittstufe für den leichteren Zugang ins Fahrzeuginnere.
An zahlreichen weiteren Detaillösungen wird deutlich, dass die Vivaro-Entwickler den Anforderungen gewerblicher Kunden konsequent Rechnung getragen haben. So erleichtern große, ergonomisch geformte Türgriffe die oft erforderliche Einhand-Bedien-ung (sogar wenn man Arbeitshandschuhe trägt, was in dieser Branche häufig der Fall ist). Oder: Ist das Fahrzeug zum Beladen rechts am Straßenrad geparkt, entfällt das lästige Herumlaufen um die geöffnete rechten Türhälfte, da zuerst die linke Seite geöffnet wird. Als Sonderausstattung stehen eine zweite Schiebetür auf der Fahrerseite und eine Doppelflügel-Hecktürvariante mit 250 Grad Öffnungswinkel zur Wahl. Die Modelle mit kurzem Radstand lassen sich darüber hinaus mit einer einteiligen Kombi-Heckklappe ausrüsten – nützlich zum Beispiel als wirkungsvoller Wetterschutz bei Arbeiten vor Ort, wenn der Vivaro als Werkstatt- oder Servicewagen ausgerüstet ist. Die besonderen Belange verschiedener Spezialfirmen für Ein- und Ausbauten fanden übrigens in der Entwicklung des Raumkonzeptes ebenfalls von vorneherein Berücksichtigung. Deshalb bietet die neue Opel-Transporterbaureihe beste Voraussetzungen für viele Einsatzbereiche – zum Beispiel als Kühltransporter, Taxi, Hotel- und Shuttle-Service, Polizei-, Rettungs- oder Feuerwehrfahrzeug sowie als Wohnmobil für den Freizeitbereich.
Stark und robust: Hohe Nutzlastreserven für Kastenwagen und Combi
Entsprechend den stattlichen Raumabmessungen des Vivaro bieten auch die effektiven Nutzlasten großzügige Reserven. Von 840 Kilogramm (Combi, kurzer Radstand) bis 1.141 Kilogramm exklusive Fahrergewicht (Kastenwagen, kurzer Radstand) reicht die Spanne. Das zulässige Gesamtgewicht beträgt – je nach Ausführung - 2,7 oder 2,9 Tonnen.
Kurze Karosserieüberhänge sorgen an Front und Heck nicht nur für ein kompaktes und kraftvolles Erscheinungsbild, sondern stellen zusammen mit 194 Millimetern Bodenfreiheit (Kastenwagen), vorbildlicher Übersichtlichkeit und handlichen Wendekreis-Durchmessern (Kurzversion: 12,4 / Langversion: 13,7 Meter) auch auf unebenem Terrain und in beengter Umgebung Wendigkeit und müheloses Rangieren sicher. Kleinere Rempler schaden dem Vivaro dabei nicht: Die unlackierten Front- und Heckstoßfänger mit integrierten Blinkern und Nebellampen setzen nicht nur attraktive optische Kontraste zur stabilen Stahlblech-Karosserie, sie sind dank ihrer Elastizität auch unempfindlich gegen Beschädigungen. Montiert werden sie auf so genannten Crashboxen, die bei leichten Kollisionen die Energie aufnehmen und so teure Reparaturen an tragenden Karosserieteilen vermeiden helfen.
Vielseitig: Komfortabler Combi für bis zu neun Passagiere
In den Combi-Versionen kommt das effiziente Vivaro-Raumkonzept in Form großzügiger Platzverhältnisse für bis zu neun Personen einschließlich Fahrer zum Tragen. Zur Serienausstattung zählen je eine Dreier-Sitzbank in der zweiten und dritten Reihe – wobei sich letztere zur Vergrößerung des Stauraums mittels eines pfiffigen Mechanismus zusammenlegen, nach vorne klappen oder vollständig ausbauen lässt. Die zwei Sitzbänke können bei einem Opel-Nutzfahrzeugzenter vollständig ausgebaut werden. Die Mittelbank kann ebenfalls komplett demontiert werden. Der jeweilige Mittelplatz ist mit einer neu entwickelten Halterung versehen, mit der sich Kindersitze nach Isofix-Norm schnell und sicher befestigen lassen. An weiteren sinnvollen Komfortdetails für die Vivaro-Besatzung fehlt es ebenfalls nicht: Separate Innenleuchten vorn und hinten, Zusatzluftdüsen im Fond sowie Schiebefenster in der zweiten Sitzreihe verbessern zusätzlich das Klima an Bord des Combi. Bei voller Bestuhlung verfügt der Vivaro-Combi nach VDA-Norm über ein dachhohes Stauvolumen von 1.216 Litern.
Ansprechend: Hochwertiges Interieur und großer Bedienkomfort
Da die meisten Transporter-Fahrer den überwiegenden Teil ihrer Arbeitszeit im Fahrzeug zubringen und deshalb Komfort und Ergonomie einen hohen Stellenwert besitzen, zeigt der Vivaro auch bei der Innenraumgestaltung neue Wege auf. An Stelle oftmals spartanischer Nutzfahrzeug-Einrichtungen präsentieren sich Cockpit und Interieur einladend und mit hochwertiger Anmutung. Hinzu kommen ein Bedienkomfort und eine Funktionalität, die speziell auf die Anforderungen professioneller Nutzung zugeschnitten sind. Nacktes Blech zum Beispiel findet man im Passagierabteil des Vivaro nicht. Der Innenraum ist vollständig ausgekleidet. Die verwendeten Materialien wurden farblich aufeinander abgestimmt, sind strapazierfähig und zudem leicht zu reinigen.
Der Fahrer und seine Mitreisenden nehmen auf ergonomisch konturierten und gepolsterten Sitzen Platz (Transporter und Combi: Beifahrer-Doppelsitz, Minibus: Beifahrersitz Komfort), die vor allem auf schlechter Wegstrecke und bei langen Fahrten dank anatomischer Körperunterstützung der Ermüdung entgegenwirken. Beim Fahrersitz (Beifahrer: optional) lassen sich Längsposition und Höhe sowie die Neigung der Rückenlehne einstellen.
Eine in Längsrichtung verstellbare Lenksäule, der griffgünstig in die Frontkonsole integrierte Schalthebel, niedrige Fensterlinien und großflächige Doppelsichtfeld-Außen-spiegel tragen ebenfalls zu einer entspannten Sitzposition und einem kaum eingeschränkten Sichtfeld bei. Das nach vorn ansteigende Jumbo-Dach verstärkt dabei nicht nur den großzügigen Raumeindruck, es erleichtert auch den zügigen Ein- und Ausstieg – vor allem Auslieferungsfahrer und Kuriere, die häufig ihre Fahrzeug verlassen und wieder besteigen müssen, werden dies zu schätzen wissen. Ebenfalls positiv: Die ergonomische günstige und Platz sparende Anordnung des Schalthebels in der Mittelkonsole.
Praktisch: Durchdachtes Ablagesystem sorgt für Ordnung
Auch das effiziente, aus insgesamt elf verschiedenen Fächern und Ablagen bestehende Ordnungssystem kommt Profi-Nutzern entgegen. Spezielle Depots für großformatige Atlanten, Papiere im DIN A4-Format, 1,5-Liter-Getränkeflaschen sowie Audiocassetten, CDs, Chipkarten und Schreibgerät sowie Trinkgefäßhalterungen mit integrierten Aschereinsätzen ersparen lästiges Suchen und sorgen für schnellen Durchblick an Bord des Transporters. Ebenfalls positiv wirken sich die Audioanlagen im Doppel-DIN-Format mit großflächigen Displays und praktischer Lenkrad-Fernbedienung, gut ablesbare Instrumente sowie in Funktionsgruppen zusammengefasste Bedienelemente aus.
Auf hohem Niveau ist auch die reichhaltige Serienausstattung des Vivaro. Zum Standard zählen unter anderem ABS, Servolenkung, eine Dachantenne, Drehzahlmesser, Radio/CD CDR 2005, ein hochwertiges Lautsprechersystem und eine Laderaum-Trennwand beim Transporter (wahlweise mit oder ohne Fenster). Ab Werk an Bord sind außerdem Schutzleisten rundum, Wärmeschutzverglasung, ein beleuchtetes Handschuhfach und ein Zigarettenanzünder. Die Combi-Versionen verfügen zusätzlich über eine 12-Volt-Steckdose hinten links und eine Kindersicherung auf den Standardschiebetüren.
Kundenorientiert: Vielzahl sinnvoller Sonderausstattungen
Ergänzend dazu umfasst die Optionsliste eine Vielzahl praktischer Details. Dazu zählen unter anderem elektrische Fensterheber und Rückspiegel, Zentralverriegelung (mit Fernbedienung), Alarm, Teil- oder Vollverglasungen für die Transporter. Angeboten werden zudem nützliche Extras wie Fahrtenschreiber, Klimaanlage vorn und hinten inklusive gekühltem Handschuhfach, ein Sicher-heits-Trennnetz für den Combi, Komfortsitze (Beifahrer), ESP, Flex-Fix und ein Beifahrerairbag.
Sicher: Umfassendes Schutzsystem für alle Plätze
Gemäß den hohen Opel-Sicherheitsstandards verfügt der Vivaro über Unfallschutz-Vorkehrungen, die in seiner Klasse Maßstäbe setzen. So kommen im Crashfall die Vorzüge einer mit Hilfe zahlreicher Computersimulationen und in vielen Realversuchen durchgeprüften, stabilen Karosseriestruktur zum Tragen, deren berechnete Verformungszonen einen gezielten Energieabbau bewirken. Hinzu kommt ein umfassendes Schutzpaket für die Passagiere. So zählt in allen Modellen ein Fahrerairbag (60 Liter) zur Serienausstattung, auf Wunsch kann das Fahrzeug mit Beifahrerairbag (120 Liter) sowie Seitenairbags auf den Vorderplätzen (außen) ausgerüstet werden. Abgerundet wird der hohe Insassenschutz durch so genannte Anti-Submarining-Sitzkonstruktionen (verhindern beim Frontaufprall das Durchrutschen des Passagiers unter dem Sicherheitsgurt), Dreipunktgurte (vorn höhenverstellbar) und Kopfstützen an sämtlichen Sitzen (vorn ebenfalls höhenverstellbar) sowie Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer für Fahrer, Beifahrer (außen) und die zwei beziehungsweise vier äußeren Plätze im Fond.
Vorbildlich: Diebstahlsicherung für Fahrzeug und Ladung
Wirksam geschützt sind neben dem Fahrer und den Passagieren auch das Fahrzeug selbst sowie die Ladung. Die Maßnahmen zum Diebstahlschutz umfassen neben einer elektronischen Wegfahrsperre neuester Generation integrierte Panzerungen, durch die Türschlösser gegen Manipulationsversuche und gewaltsames Öffnen geschützt werden. Codierte Audiosysteme machen eine Verwendung der Geräte nach dem Diebstahl unmöglich, während die von außen durch die Frontscheibe ablesbare Fahrgestellnummer eine schnelle Identifikation des Fahrzeugs zulässt. Ergänzend dazu bietet die Optionsliste Systeme wie eine Diebstahlwarnanlage und eine Wechselcode-Fern-bedienung für die Zentralverriegelung. Darin enthalten ist eine so genannte "Deadlock"-Funktion, die das Tür-Entriegeln selbst durch die zerstörte Fensterscheibe blockiert.
Die Vivaro-Modellvarianten und -Karosseriemaße im Überblick:
| | Kurzer Radstand | Langer Radstand |
| Lieferbar als | Kastenwagen, Combi und Minibus | Kastenwagen, Combi und, Plattform-Fahrgestell |
| Dachversionen | Standard: Jumbo-Dach; Option: Hochdach für Kastenwagen |
| Außenlänge | 4.782 mm | 5.182 mm |
| Außenbreite | 1.904 / 2.232 mm (ohne/mit Außenspiegeln) |
| Außenhöhe | 1.968 / 2.460 mm (Jumbo-/Hochdach) |
| Laderaumlänge | 2.415 mm | 2.815 mm |
| Laderaumbreite | Kastenwagen: Maximal 1.663 mm, 1.268 mm zwischen den Radkästen |
| Laderaumhöhe | 1.383 / 1.883 mm (Jumbo-/Hochdach) |
| Überhang vo./hi. | 833 / 851 mm |
| Ladeöffnung hinten | 1.370 mm (Breite), 1.320 mm (Höhe) |
| Ladeöffnung Schiebetür Beifahrerseite | 1.000 mm (Breite), 1.285 mm (Höhe) |
| Bodenfreiheit | 194 mm (Kastenwagen) / 191 mm (Combi) / 192 (Minibus) |
Infotainment
Kommunikationszentrale mit Systemen wie in der Oberklasse
- Topmodell NCDC 2015 kombiniert Navigation, Telefon und 4fach-CD-Wechsler
- Moderne Gerätekombinationen im bedienfreundlichen Doppel-DIN-Format
Auf hohem Niveau präsentiert sich das Angebot der elektronischen Informations- und Unterhaltungssysteme im Vivaro. Die aus dem Opel Omega bekannten Geräte im bedienfreundlichen Doppel-DIN-Format sind voll ins moderne Cockpit integriert und für den Fahrer optimal erreich- und ablesbar. Alle Geräte sind mit einer Lenkrad-Fernbedienung ausgerüstet.
Das NCDC 2015-Topmodell im Opel-Infotainment-Programm bietet, wie das ebenfalls für den Vivaro erhältliche NCDR 2011, ein satellitengestütztes Navigationssystem neuester Generation mit GPS-Einheit (Global Positioning System), ein RDS-Radio sowie einen CD-Spieler (für Audio- und Navigations-CDs). Darüber hinaus verfügt das NCDC 2015 noch über einen 4fach-CD-Wechsler sowie ein Nokia-GSM-Telefon (OnStar-fähige Telematikeinheit) mit Freisprecheinrichtung.
Die beiden Navigationssysteme sind mit einem sehr schnellen 32-Bit-Prozessor ausgerüstet, der für hohe Flexibilität und kurze Berechnungszeiten sorgt. Ergänzend zur Sprachausgabe erfolgt die Routenführung bei beiden Navigationskombinationen mit Hilfe von Piktogrammen über ein spezielles, monochromes Graphic-Info-Display, das gut einsehbar in die Mittelkonsole integriert ist. Im nächsten Jahr wird zudem ein Farb-monitor erhältlich sein, der die Darstellung detaillierter Karten ermöglicht. Die nach dem "Homepage-Prinzip" aufgebaute Bedienerführung mit logisch angegliederten Untermenüs ermöglicht leichte Handhabung. Die siebensprachige Navigationssoftware, die für mehr als zehn europäische Länder verfügbar ist, umfasst eine Vielzahl praktischer Funktionen – dazu zählt eine Fahrstrecken-Rückführung, die Wahloption für bevorzugte Straßenarten oder die Führung zu so genannten "Points of Interest" wie touristischen Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Hotels, Sportstätten, Krankenhäusern, Flughäfen, Bahnhöfen oder Parkplätzen.
Gerade im Zustelldienst, bei dem häufig unbekannte Empfänger angesteuert werden müssen, kann der Vivaro-Betreiber mit Hilfe dieser Technik Zeit und Kosten sparen. Erhöht wird die Mobilität noch durch die TMC-Funktion der Navigationskombinationen. Über den Traffic Message Channel des RDS-Radios (Radio Data System) erhält der Fahrer auf Wunsch permanent aktuelle Verkehrsinformationen in Form von kurzen Textbotschaften. Die Informationen sind unter anderem nach folgenden Gesichtspunkten vorwählbar: Verkehrsbehinderungen, aktuelles Wetter, Wartezeiten an Grenzübergängen, Warnungen oder in den letzten fünf Minuten eingegangene Meldungen. Bei Bedarf kann der Fahrer sich vom Navigationsgerät eine Alternativroute berechnen lassen, um Staus oder anderen Verkehrsbehinderungen auszuweichen. Voraussetzung ist natürlich in allen Fällen, dass die Sender im jeweiligen Gebiet die TMC-Funktion durch entsprechende Signale unterstützen.
Im Überblick: Alle für den Vivaro verfügbaren Infotainment-Kombinationen und ihre wesentlichen Funktionen:
| System | Navigation | Telefon | 4fach-CD-
Wechsler | CD | MC | RDS-Tuner/
Verstärker | | NCDC 2015 | X | X | X | X | - | 4 x 20 Watt | | NCDR 2011 | X | - | - | X | - | 4 x 20 Watt | | CART 2007 | - | X | - | - | X | 4 x 7 Watt | | CCR 2006 | - | - | X | - | X | 4 x 20 Watt | | CDR 2005 | - | - | - | X | - | 4 x 20 Watt |
In Verbindung mit den Systemen CDR 2005, CCR 2006 und NCDR 2011 ist für den Vivaro für ausgewählte Handys eine Telefoneinbau-Vorrüstung mit Freisprechmikrofon, Kombiantenne und Vorverkabelung für Stromanschluss erhältlich. So kann die telefonische Verbindung zur Einsatzzentrale oder den Kunden aus dem Fahrzeug auch auf diesem Wege jederzeit bequem hergestellt werden.
OnStar-Telematik: Persönlicher Mobilitätsservice
Ein GSM-Telefon im Vivaro bietet aber noch weitere Möglichkeiten: Zum Beispiel die Nutzung des Opel-Mobilitätsservices "OnStar", der zur Zeit in Deutschland verfügbar ist. In Verbindung mit den Geräten NCDC 2015 und dem Carphone CART 2007 ist OnStar sogar serienmäßig an Bord: Es gibt keine Grundgebühr und keine Mindestlaufzeit, kostenpflichtig sind nur die Anrufe ins Servicecenter. OnStar bietet per telefonischem Abruf rund um die Uhr und sieben Tage pro Woche ein breit gefächertes Servicespektrum. Speziell geschulte Mitarbeiter im Servicecenter erteilen persönlich, schnell und exakt Auskunft über die aktuelle Verkehrssituation oder den Straßenzustand in dem vom Anrufer definierten Bereich, bieten bei Bedarf individuelle Routenberatung, zum Beispiel zum Hotel oder der nächstgelegenen Tankstelle, oder auch Unterstützung in Pannensituationen. Beim NCDC 2015 und bei optionaler Ausrüstung des Carphones mit GPS-Modul wird, nachdem der OnStar-Knopf gedrückt wurde, eine SMS (Short Message Service) an das Servicecenter geschickt. Dadurch ist es für die OnStar-Mitarbeiter möglich, das Fahrzeug genau zu lokalisieren und so die Informationen noch spezifischer auf den jeweiligen Standort bezogen bereitzustellen.
Fahrwerk und Bremsen
Fahrverhalten und aktive Sicherheit auf Pkw-Niveau
- Separater Fahrschemel vorne sorgt für Ruhe und Komfort in der Fahrerkabine
- Ausgewogene Handling-Eigenschaften in allen Beladungszuständen
- Leistungsfähige Bremsanlage setzt Maßstäbe bei den leichten Nutzfahrzeugen
Bei ihrem Gemeinschaftsprojekt galt es für die Fahrwerks-Ingenieure von Opel und Renault, anspruchsvolle Lastenheft-Anforderungen zu erfüllen. Denn das Vivaro-Konzept räumt nicht nur souveränen Transportereigenschaften und hoher aktiver Sicherheit einen besonderen Stellenwert ein, sondern auch den Aspekten Federungskomfort und Fahrvergnügen. Damit der Fronttriebler auch in dieser Hinsicht Maßstäbe setzt, kamen bei seiner Entwicklung fortschrittliche Konstruktionsverfahren wie CAD (Computer Aided Design), die Finite-Elemente-Methode zur Karosserieberechnung sowie umfangreiche Simulationsprogramme zum Einsatz.
Als Vorderachslösung erarbeiteten die Techniker mit Hilfe dieser modernen Methoden eine Einzelradaufhängung nach dem McPherson-Prinzip, die analog zu den Opel-Modellen Astra und Corsa an einen separaten Fahrschemel ("Subframe") angelenkt ist. Eine technische Lösung, die verschiedene Vorteile in sich vereint: Die deutlich erhöhte Steifigkeit kommt sowohl dem Abrollkomfort als auch der Handlingpräzision zugute. Außerdem verhindert der zweifach isolierte, zwischen Aufbau und Fahrwerk platzierte Fahrschemel, dass Schwingungen und Geräusche von Antrieb und Fahrwerk auf die Karosserie und den Innenraum übertragen werden. Ein wichtiges Komfortmerkmal in dieser Fahrzeugklasse, in der das Cockpit oftmals über Stunden Arbeitsplatz des Fahrers ist.
Darüber hinaus sind weitere Komponenten auf dem Subframe montiert, unter anderem die hydraulischen Antriebslagerungen und das Getriebe der servounterstützten Zahnstangenlenkung. Dessen steife Anbindung, die tiefe Einbauposition und eine auf direktes Ansprechen ausgelegte Feinabstimmung sind ursächlich daran beteiligt, dass der Vivaro mit limousinenartiger Lenkpräzision und sensiblem Ansprechen aus der Mittellage Sicherheit und Fahrfreude gleichermaßen vermittelt. Die reibungsmindernde, dezentrische Schräglage der Schraubenfedern zur Stoßdämpferachse sowie groß dimensionierte Federbein-Stützlager tragen ebenfalls zum vorbildlichen Geräuschkomfort der neuen Opel-Transporterbaureihe bei. Einteilig ausgeführte und deshalb besonders steife Querlenker mit horizontalen elastischen Führungsbuchsen garantieren zudem hohe Fahrstabilität in Kurven und eine ausgezeichnete Lenkpräzision.
Hinterachse: Progressive Federung und adaptives Dämpfersystem
Einen wesentlichen Beitrag zum ausgewogenen Fahrverhalten des neuen Vivaro liefert die Hinterachse, eine Leichtbau-Torsionskurbelkonstruktion mit Panhardstab. Neben einer präzisen Radführung überzeugt dieses Konzept unter anderem durch niedrige ungefederte Massen, die ihrerseits sowohl die Federungscharakteristik als auch die Handling-Eigenschaften positiv beeinflussen. Eine Neuheit im Transporter-Segment ist die Kombination progressiver Miniblockfedern mit Stoßdämpfern, die beladungs- beziehungsweise wegabhängig adaptiv die Dämpfung variieren. Damit bietet der Vivaro über das gesamte Beladungspektrum – von der Leerfahrt bis zur maximalen Nutzlast – gleichermaßen ausgewogene Fahreigenschaften mit hohen Komfortreserven. Auch das harmonische Verhältnis von breiter Spur (vorn 1.615, hinten 1.630 Millimeter) und langem Radstand (3.098 oder 3.498 Millimeter) trägt mit dazu bei, dass der dynamische Transporter Kurven mit geringer Rollneigung zügig umrundet und Straßen-unebenheiten souverän ausbügelt.
Bremsen: Leistungsfähige Vierscheiben-Anlage mit ABS
Neue Maßstäbe im Leichttransporter-Segment setzt auch die Bremsanlage des mit großformatigen 16-Zoll-Rädern (Bereifung mit 2,7 / 2,9 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht: 195/65 R 16 / 205/65 R16) bestückten Vivaro. Sie verfügt rundum über Scheibenbremsen – vorne innenbelüftet mit 305 Millimetern Durchmesser, hinten in 280-Millimeter-Ausführung – sowie ein elektronisch geregeltes Vierkanal-Antiblockier-system mit Bremskraftverteilung. So ausgerüstet, realisiert der Transporter selbst bei voller Beladung Bremswege, die selbst manches Pkw-Modell nicht erreicht.
Motoren und Getriebe
Moderne, sparsame und saubere Triebwerke für jeden Einsatzzweck
- Fortschrittliche Common Rail-Turbodiesel garantieren geringen Verbrauch
- Sechsganggetriebe sind Serie für die leistungsstarken Vivaro-Aggregate ab 100 PS
- Alle Motoren erfüllen die Euro 3-Abgasnorm
Drei sparsame und durchzugskräftige Triebwerke – zwei Common Rail-Turbodiesel und ein Benziner - mit einem Leistungsspektrum von 60 kW/82 PS bis 88 kW/120 PS sowie fortschrittlicher Umwelttechnik stehen zur Modelleinführung des innovativen Fronttrieblers zur Wahl. Dank Schadstoffreduzierung per Katalysator und Abgasrückführung entspricht die gesamte Motoren-Palette der aktuellen Euro 3-Norm. Ein weiterer Pluspunkt gerade in dieser Fahrzeugklasse ist der geringe Wartungsbedarf: Ausgedehnte Serviceintervalle in Abständen von 30.000 Kilometern beziehungsweise zwei Jahren erlauben eine äußerst effiziente Einsatzplanung und senken die Betriebskosten.
Meist verkaufte Triebwerke für die brandneue Opel-Transporterbaureihe werden nach Einschätzung der Rüsselsheimer Marktexperten die beiden für den Vivaro angebotenen 1,9 Liter-Vierzylinder-Turbodiesel sein. Mit Direkteinspritzung, Ladeluftkühlung, Common-Rail-Technologie und elektronischer 'Drive by Wire'-Gaspedalsteuerung weisen sie sämtliche Konstruktionsmerkmale einer modernen Selbstzünder-Generation auf. Das fortschrittliche Einspritzverfahren, dessen Prinzip auf der Trennung von Kraftstoff-Druckaufbau (rund 1.400 bar) und Einspritzung beruht, erlaubt eine zeitlich und mengenmäßig variable, von der Motordrehzahl und Kurbelwellenstellung unabhängige Kraftstoffzumessung. Die Folge sind deutlich erhöhte Leistungs- und Drehmomentwerte bei geringem Verbrauch sowie verringerten Schadstoffkonzentrationen und ein kultivierter Motorlauf.
Wirtschaftlich: Verbrauchswerte wie bei Personenwagen
In der Basisversion leistet der 1.9 DI-Zweiventiler 60 kW/82 PS und entwickelt ein Drehmoment von 190 Nm bei 2.000 min-1. Die stärkere Ausführung erreicht eine Leistung von 74 kW/100 PS und stellt mit 240 Nm bei 2.000 min-1 noch stattlichere Zugkraft bereit. Mit der 82 PS-Diesel-variante beschleunigt der Vivaro-Kastenwagen in 19,0 Sekunden (Combi: 20,7) aus dem Stand auf Tempo 100 und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 138 km/h. Noch besser in Form für schwere Lasten sowie häufige Langstrecken- und Autobahneinsätze sind die 100 PS-Versionen mit einem Beschleunigungswert von 14,9 Sekunden (Combi: 16,5) und einer Höchstgeschwindigkeit von 155 km/h.
Von der Effizienz des elektronisch gemanagten Verbrennungsablaufs zeugen dabei die Verbrauchsmessungen nach MVEG-Norm: Mit lediglich 7,4 Litern Dieselkraftstoff (Combi: 7,7 Liter) pro 100 Kilometer bewegt sich der Kraftstoffkonsum beider 18,3:1 verdichteten Selbstzünder-Varianten eher auf Personenwagen-Niveau als in Nutzfahrzeug-Dimensionen. Die Folge: Bei langen Auslieferungsfahrten lassen sich mit dem 90 Liter fassenden Tank beispielsweise Strecken von rund 1.200 Kilometern ohne Nachfüllen zurücklegen. Sollte das Kraftstoffreservoir dennoch einmal leer gefahren werden – kein Problem: Dank einer speziellen Pumpe entfällt das ansonsten aufwändige Entlüften.
Als Alternative zu den Dieseltriebwerken steht ein 88 kW/120 PS starker 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner zur Wahl. Der Motor überzeugt durch hohe Laufkultur und entwickelt bei 3.750 min-1 ein Drehmoment von 190 Nm. Mit dem modernen 16-Ventiler erreicht der Vivaro Leistungswerte, die zwischen denen der beiden stärkeren Selbstzünder-Varianten liegen: Tempo 100 ist aus dem Stand nach 12,6 Sekunden erreicht, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 160 km/h. Und wirtschaftlich ist der Vivaro mit Ottomotor ebenfalls: Je nach Karosserieausführung fließen pro 100 Kilometer nur zwischen 9,7 (Kastenwagen) und 10,0 Liter Superkraftstoff (Combi) durch die Einspritzdüsen.
Leistungsstark: Künftiger 2,5-Liter-Top-Diesel garantiert hohe Fahrleistungen
Eine vollständig neu entwickeltes, noch leistungsfähigeres Triebwerk rundet im Jahr 2002 das Dieselprogramm der neuen Transporterbaureihe nach oben ab. Der DOHC-Vierzylinder-Vierventiler mit 2,5-Litern Hubraum verfügt ebenfalls über Direkteinspritzung, Ladeluftkühlung sowie neueste Common Rail-Technologie (Bosch CP3). Die Leistung des künftigen Top-Diesels beträgt 98 kW/133 PS. Und mit einem Maximal-Drehmoment von 310 Nm, die bereits bei 2.000 min-1 zur Verfügung stehen, zählt der Vivaro 2,5 DTI nicht nur in punkto Durchzug zu den Stärksten seiner Klasse: Er bietet darüber hinaus mit einer Beschleunigung von Null auf Tempo 100 in nur 12,5 Sekunden und 171 km/h Höchstgeschwindigkeit auch Fahrleistungen, die im Stadtverkehr wie auf der Schnellstraße hohen Ansprüchen genügen. Das gilt auch für den Kraftstoffverbrauch, der nach MVEG-Norm lediglich 8,1 Liter auf 100 Kilometer beträgt.
Komfortabel: Seilzugschaltung und synchronisierter Rückwärtsgang
Bis auf die Diesel 82 PS-Version sind alle Vivaro Modelle serienmäßig mit einem Sechsganggetriebe bestückt, das Beschleunigung und Zugkraft-Ausnutzung zusätzlich verbessert. Zu den Antriebsmerkmalen mit erhöhter Komfortwirkung zählen außerdem technische Feinheiten wie eine Seilzugschaltung, ein synchronisierter Rückwärtsgang und die hydraulische Kupplungsunterstützung. Die Folgen dieser technischen Lösungen: Die Bedienkräfte werden reduziert, Karosserie und Innenraum wirksam gegen Schwingungen und Geräusche isoliert. Resultat: Der Vivaro fährt sich wie ein Pkw.
Im Überblick: Die Motorisierungen für den Opel Vivaro
| Motor | Hubraum cm3 | Leistung kW/PS | Drehmoment Nm bei min-1 | Beschleunig.
0 – 100 km/h | Höchsttempo | Verbrauch l/100 km | | 1.9 DI | 1.870 | 60/82 | 190 bei 2.000 | 19,0 / 20,7 s* | 138 km/h | 7,4 / 7,7* | | 1.9 DTI | 1.870 | 74/100 | 240 bei 2.000 | 14,9 / 16,5 s* | 155 km/h | 7,4 / 7,7* | | 2.0 16V | 1.998 | 88/120 | 190 bei 3.750 | 12,6 / 13,8 s* | 160 km/h | 9,7 / 10,0* |
* Werte für Kastenwagen / Combi
Service und Kosten
Hohe Wirtschaftlichkeit und geringer Wartungsbedarf
- Lange Inspektionsintervalle verringern Zahl der Werkstattaufenthalte
- Zwölf-Jahres-Garantie gegen Durchrostung sichert Werterhalt
- innovative Dienstleistungen für Nutzfahrzeugkunden
- Opel Assistance Premium drei Jahre gratis
Servicefreundlichkeit war von Anfang an eines der wichtigsten Entwicklungsziele beim Vivaro, damit Werkstattaufenthalte seine Besitzer möglichst wenig Geld und Zeit kosten. Denn hohe Kilometerleistungen sind je nach Einsatzzweck bei leichten Nutzfahrzeugen keine Seltenheit. Die langen Inspektionsintervalle der neuen Opel-Transporter-generation von 30.000 Kilometern oder zwei Jahren reduzieren solche teuren Ausfallzeiten. Dank des hohen technischen Standards konnte darüber hinaus der Umfang der notwendigen Servicearbeiten knapp gehalten werden: Bei sämtlichen Vivaro-Varianten muss die Bremsflüssigkeit beispielsweise nur alle 120.000 Kilometer ausgetauscht werden, ein neuer Zahnriemen für die Diesel- und Ottomotoren ist ebenfalls erst nach dieser Zeitspanne fällig. Hinzu kommt: Die hydraulische Kupplung ist wartungsfrei, eine Verschleißanzeige an den Bremsen informiert ohne kostspieligen Ausbau, ob ein Wechsel der Beläge nötig ist. Ebenfalls wichtig für den Geldbeutel: Die Auspuffanlage muss nicht am Stück getauscht, sondern kann auch abschnittsweise erneuert werden.
Ein innovativer Service, speziell auf die Bedürfnisse der Nutzfahzeuggebraucher zugeschnitten
Die Vertragshändler der Opel-Nutzfahrzeuge bieten einen sehr vollständigen Service, der auf die Wünsche Ihrer Berufskunden zugeschnitten ist. Darum wird während der periodischen Wartung dem Kunden, der einen Termin vereinbart hat, ein Ersatzfahrzeug angeboten, wenn die Intervention länger als drei Stunden dauern muss.
Muss der Vivaro doch einmal außerplanmäßig in die Werkstatt, dann helfen die Serviceleistungen der Opel-Nutzfahrzeugzentren und -Servicebetriebe, die Ausfallzeiten auch im Reparaturfall so kurz wie möglich zu halten:
- Eine spezielle Telefon-Hotline garantiert Opel-Nutzfahrzeugkunden einen geschulten und kompetenten Ansprechpartner.
- Im Fall von Problemen ist keine Terminvereinbarung notwendig. Der Kunde geht bei seinem Vertragshändler vorbei, der sofort seine Diagnose stellt.
- Wenn die Intervention (normale Arbeiten) länger als drei Stunden dauert, wird dem Vivaro-Eigner ein Ersatzfahrzeug zur Verfügung gestellt. Dieser Service ist kostenlos, wenn mit dem Vertragshändler ein Termin vereinbart wurde.
- Mit der Opel Assistance Premium (3 Jahre lang kostenlos) werden die Serviceleistungen im Pannenhilfe, Unfall oder Diebstahl abgedeckt.
Europaweit hat Opel inzwischen rund 850 Nutzfahrzeugzentren eröffnet. Das sind circa 200 Stützpunkte mehr als noch vor zwei Jahren. Allein in Deutschland sind es 195 Zentren plus 230 Servicehändler, in Großbritannien verfügt Vauxhall über 160 dieser Vertriebspartner. In Frankreich, Italien und Spanien sind 100, 90 und 60 Opel-Nutzfahrzeugzentren. Belgien und Luxemburg zählen 35 Opel-Nutzfahrzeughändler.
Die Strategie lautet Klasse statt Masse, unterstreicht Bernd Wagegg, Leiter Vertrieb Nutzfahrzeuge der Adam Opel AG: "In unseren Nutzfahrzeugzentren arbeitet besonders geschultes Personal, das ausschließlich Nutzfahrzeuge betreut und die speziellen Bedürfnisse der Nutzfahrzeugkunden kennt."
Bestens vorbereitet sind die entsprechenden Opel-Händler auch beim Teile-Thema: Rund 5.000 Ersatzteile hält das zentrale Lager in Luton/Großbritannien für den Vivaro bereit. 500 Mitarbeiter in drei Schichten stellen sicher, dass die gewünschten Teile schnellstmöglich jeden Händler in ganz Europa erreicht.
Klassenprimus: Bestwerte bei den Versicherungs-Einstufungen
Nutzfahrzeuge sind eine geschäftliche Investition, die sich rechnen muss. Deshalb kam beim Vivaro der Minimierung der Unterhaltskosten besondere Bedeutung zu. Spitzenwerte erzielt der Newcomer bei den Versicherungsklassen - niedrige Prämien bei den Assekuranzen sind damit gewährleistet. Der Vivaro mit 1.9 DI-Motorisierung (60 kW/82 PS) beispielsweise ist mit der Vollkasko-Typklasse 14 (vorläufige Einstufung) der Primus in seinem Segment in den Ländern, in welchen ein System einheitlicher Bewertung eingeführt wurde, wie in Deutschland und in Großbritannien.
Eine gute Voraussetzung für diese niedrigen Versicherungs-Einstufungen liefert die aufprallsichere und reparaturfreundliche Auslegung des Vivaro. In den vorausberechneten Crashzonen sind keine – im Austausch teuren – Nebenaggregate untergebracht, die Stoßfänger stecken kleinere Parkrempler ohne Schäden weg. Spezielle, vordefinierte Crashboxen vermeiden bei Karambolagen mit höheren Geschwindigkeiten, dass der Rahmen des Fahrzeugs in Mitleidenschaft gezogen wird. Viele Verbindungen der Karosserie wie beispielsweise die Türscharniere sind geschraubt anstatt geschweißt, das ermöglicht ebenfalls bei einer Reparatur den kostengünstigen Austausch.
Der niedrige Kraftstoffverbrauch – bei beiden Dieselvarianten sind es im MVEG-Durchschnitt je nach Karosserieversion 7,4 bis 7,7 Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer, beim 2,0-Liter-16V-Benziner 9,7 bis 10,0 Liter – tragen ihrerseits zur erfreulichen Kostenbilanz bei. Die modernen Motoren erfüllen die Euro 3-Abgasnorm, wichtig für einen niedrigen Steuersatz bei der Zulassung als Pkw, jedenfalls in den Ländern, in welchen das bei der Berechnung der Steuer beachtet wird. Eine Besteuerung nach Gewicht ist per Lkw-Zulassung aber selbstverständlich ebenfalls möglich.
Dank der umfangreich verzinkten Karosserie und weiterer Vorsorgemaßnahmen gewährt Opel eine zwölfjährige Garantie gegen Durchrostung. Das sichert den Werterhalt und räumt dem Vivaro beste Chancen auch auf dem Gebrauchtmarkt ein.
Produktion und Qualität
Ein Transporter mit hochwertigem Finish
- 300 Millionen Euro in Qualität und Effizienz investiert
- GM-Tochter IBC Vehicles übernimmt Fertigung für Opel, Renault und Nissan
- Traditionsreiche Fabrik in Luton (England) komplett modernisiert
Das Ziel ist hoch gesteckt: Nicht nur in Design und Fahreigenschaften soll der neue Vivaro Personenwagen-Ansprüchen genügen. Auch bei Fertigungsqualität und Lackfinish gilt ein gleich hoher Maßstab. Die Aufgabe, erste Qualität zu wettbewerbsfähigen Preisen zu produzieren, wurde innerhalb der Nutzfahrzeug-Partnerschaft zwischen Renault- und General Motors-Konzern dem britischen Opel-Schwesterunternehmen IBC Vehicles übertragen. Denn bis Ende 2002 wird das IBC-Werk in Luton bei London, das auch den Opel Frontera herstellt, einziger Fertigungsstandort für den Transporter mit dem Entwicklungscode "X83" sein – ob als Opel Vivaro, als neuer Renault Trafic oder später auch als Nissan.
Um das traditionsreiche Werk fit für den modernen Transporter zu machen, investierte IBC, eine 100prozentige Tochter von General Motors, rund 300 Millionen Euro. So wurden beispielsweise Karosserierohbau und Lackiererei von Grund auf erneuert – was übrigens auch dem Frontera zu Gute kommt. Die Investitionen dienten auch der Verdreifachung der Kapazität des Werkes: Jährlich können nun gut 100.000 Fahrzeuge gefertigt werden, davon sollen im ersten volle Produktionsjahr 2002 rund 86.000 Einheiten vom Vivaro und von seinen Schwestermodellen sein. Wenn das Werk seine volle Kapazität im Drei-Schicht-Betrieb erreicht hat, werden bei IBC in Luton rund 2.700 Mitarbeiter beschäftigt sein, allein 2.000 davon für den neuen Transporter.
Während Renault die Motoren und Getriebe beisteuert, stammen rund 65 Prozent aller Teile aus Großbritannien – entweder von IBC selbst oder von spezialisierten Zulieferern. Bei voller Auslastung der Kapazität wird das Werk täglich beispielsweise rund 260 Tonnen Stahl, elf Tonnen Farbe und Korrosionsschutz sowie 200 Lastwagen-Ladungen an Komponenten verarbeiten.
Modernisierung und Ausbau des Werkes in Luton beginnen schon im Presswerk der Fabrik, das auch Bleche für Vectra und Frontera formt. Zwei der verfügbaren fünf Tandem-Pressenstraßen sind für die Produktion des neuen Transporters reserviert. Beide sind voll automatisiert. Insgesamt umfasst die Ausrüstung der Pressen 101 Werkzeuge zur Herstellung der 63 Blechteile für die Karosseriestruktur. Nach der Modernisierung ist das Werk jetzt außerdem in der Lage, die Stanzteile für die rechte und linke Fahrzeugseite simultan zu formen. Angesichts der Menge und Masse (40 Kilogramm) der pro Fahrzeug erforderlichen Teile ergibt sich daraus eine bedeutende Verbesserung der Effizienz durch geringere Lagerhaltung.
Ausgefeilt: High-Tech-Kontrolle der Karosserie-Dimensionen
Ein wesentliches Element der Modernisierung war die Sicherstellung und Dokumentation einer gleichbleibend hohen Qualität. Unter Verwendung ausgefeilter statistischer Methoden wurden für jedes Blechteil kritische Dimensionen bestimmt. Diese werden sowohl im Press- als auch im Karosseriewerk mit hoch präzisen Koordinaten-Messmaschinen kontinuierlich ermittelt und an die Instandhaltung zurückgemeldet. Bei Abweichungen kann diese präventiv eingreifen. Die Prüfeinrichtung im Presswerk beispielsweise kann bis zu 400 einzelne Punkte eines Blechteils kontrollieren. Im nächsten Fertigungsabschnitt, dem Karosseriewerk, werden mindestens zwei Rohkarosserien pro Tag auf den 1000stel Millimeter genau vermessen.
Als weitere Maßnahme zur Sicherstellung hoher Fertigungspräzision wurde ein wesentlicher Teil der Investition in die Automatisierung im Karosserierohbau konzentriert. Zu Beginn steht eine hoch automatisierte Fixierstation, die eine große Rolle in der Fertigungsgenauigkeit der Rohkarosse spielt. Anschließend verschweißen 56 neue Roboter die einzelnen Teile des Vivaro genau und zuverlässig. Viele der Roboter können automatisch das Werkzeug wechseln, etwa vom Greifarm zu einer Schweißzange. Die Roboter gehören außerdem zu den ersten bei General Motors mit internem Kabelbaum, was ihre Bewegungsfreiheit deutlich erhöht. Beim Test der Punktschweißverbindungen verfügt IBC über eine zehnjährige Erfahrung mit der Ultraschall-Messmethode. Im Falle des Vivaro ist dies besonders relevant, verfügt der Transporter doch über mehr als 5.000 Schweißpunkte – verglichen mit etwa 3.500 bei einem Personenwagen.
Umweltverträglich: Neue Lackieranlage reduziert Emissionen
Ein weiterer Investitionsschwerpunkt war mit einem Aufwand von fast 50 Millionen Euro die neue Lackiererei. Auch hier trägt ein hoher Automatisierungsgrad wesentlich zu einer gleichmäßig hohen Qualität bei. Die Modernisierung der Grundierungs- und Endlack-Kabinen stellt ein Personenwagen-Finish sicher und dient gleichzeitig dem Umweltschutz: So konnten beispielsweise die Lackierverluste um 15 Prozent reduziert werden, während die neuen Trockenöfen 28 Prozent weniger Energie verbrauchen als ihre Vorgänger und drastisch weniger Kohlenwasserstoffe emittieren. Dies wurde unter anderem auch durch die Umwälzung und Wiederverwendung der heißen Luft mittels Turboventilatoren erreicht.
Ein Hauptaugenmerk galt auch der Vorsorge gegen Rost. Die Rohkarosse besteht weitestgehend aus beidseitig verzinktem Stahlblech. Außerdem dichten vier Roboter alle Karosseriesäume vollautomatisch gegen das Eindringen von Feuchtigkeit ab. Weitere zwölf Roboterstationen versorgen den Vivaro mit Unterbodenschutz. Opel kann daher auch für die neue Transporterbaureihe eine 12jährige Garantie gegen Durchrostung gewähren.
Eine weitere Neuheit sind drei Roboter zur Lackierung des Innenraums. Deren Arme sind besonders beweglich ausgelegt. Sie fahren außerdem auf dem Transportband mit und sorgen so für eine besonders gute Beschichtung aller Bleche. Dieser erstmalige Einsatz von fahrenden Robotern innerhalb des GM-Verbunds entlastet die menschlichen Arbeitskräfte von dieser unangenehmen Aufgabe und steigert gleichzeitig die Effizienz.
Vielfältig: Große Farbauswahl ab Werk lieferbar
Das neue Transportsystem in der Lackiererei sorgt durch computergesteuerte Pufferzonen dafür, dass gleichfarbige Karosserien zusammengefasst werden. Dadurch entfällt die Reinigung der Spritzdüsen nach jedem Lackiervorgang, gut für die Effizienz und gleichzeitig eine Entlastung der Umwelt. Eine weitere Besonderheit ist die Vielzahl der ab Werk lieferbaren Farben. Neben den 12 Standardlackierungen besteht die Möglichkeit, auch kleinere Aufträge oder Wünsche nach zusätzlichen Sonderfarben zu erfüllen. Hierfür wurde eine zusätzliche Lackierkammer eingerichtet, die zwei Transporter pro Stunde lackieren kann.
Nach der Lackierung erfolgt die abschließende Rostvorsorge. Vollautomatisch werden auf jeden Vivaro 2,5 Kilogramm eines Spezialwachses aufgebracht, das tief in alle Schweißnähte und Karosserieräume eindringt. Im Trockenofen wird das Wachs dann chemisch so verändert, dass es seine Schutzfunktion über die gesamte Lebensdauer des Fahrzeugs behält.
Der absolute Wille zu gleichbleibend hoher Qualität bestimmte auch die Neuerungen in der Endmontage. Den Einbau der Fensterscheiben beispielsweise übernehmen jetzt Roboter. Außerdem erkennen 130 zusätzliche "intelligente" Werkzeuge bei sicherheitsrelevanten Verschraubungen, etwa in der Lenkungs- oder Achsmontage, ob das vorgeschriebene Anzugsdrehmoment erreicht ist. Ist dies nicht der Fall, wird die Montagelinie automatisch angehalten und das Problem beseitigt.
Jeder fertige Vivaro absolviert einen gründlichen Check auf neuen dynamischen Fahrzeugprüfständen. Kontrolliert werden dabei die Funktion der Antriebsaggregate, der Bremsen und des elektrischen Systems. Darauf folgt die Endabnahme auf einer speziellen Inspektionslinie. Den Schlusspunkt bildet ein Wassertest. Die verschiedenen Prüfprozeduren gehören zu der umfassenden "Standard Inspection Procedur" (SIP), mit der General Motors weltweit eine hohe Qualität sicherstellt. Teil dieses Systems sind auch so genannte Qualitätstore. Nach jedem Produktionsschritt wird das jeweilige Fahrzeug gründlich inspiziert und erst an die nächste Station weitergereicht, wenn es fehlerfrei ist.
Ein wesentliches Element der Fokussierung auf Qualität ist das intensive Training der IBC-Mitarbeiter in Luton. Schon vor Produktionsstart wurde jeder der derzeit 1.600 Mitarbeiter unter dem Motto "Mach's gleich richtig" mit dem Ziel geschult, kostenintensive Nacharbeit zu vermeiden. Jeder Mitarbeiter erhielt durchschnittlich rund 50 Stunden Training.
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