Reise durch die Geschichte

Entdecken Sie auf der Timeline, wie Pioniergeist, Mut und Innovation der Adam Opel AG die Basis für eine erfolgreiche Zukunft geschaffen haben.

1862

Nach Wanderjahren in Belgien und Paris kehrt der Schlossergeselle Adam Opel mit den Plänen zum Bau einer eigenen Nähmaschine in seine Geburtsstadt Rüsselsheim zurück. In der Werkstatt seines Vaters fertigt er in Handarbeit die erste Nähmaschine, die 40 Jahre lang bei dem Rüsselsheimer Schneidermeister Hummel Dienst tun wird. Für eine größere Produktion wird es in der Werkstatt des Vaters, wo er insgesamt fünf Maschinen fertigt, bald zu eng.

Adam Opel gründet sein Unternehmen 1862 zur Herstellung von Nähmaschinen.

Aus dieser Zeit stammt das älteste Opel-Firmenzeichen - die verschlungenen Initialen "A" und "O" im Stil des Neo-Klassizismus. Dieses Signet findet sich in den Standbeinen der Nähmaschinen-Modelle jener Zeit.

1863

Adam Opel richtet in einem ausgedienten Kuhstall seines Onkels, der ihn auch finanziell unterstützt, seine erste eigene Fertigungsstätte ein. Im gleichen Jahr stellt er den ersten Mitarbeiter, Peter Schäfer, und 1865 den ersten Lehrling, Georg Adam Klingelhöfer, ein. Zusammen arbeiten sie bis zu 16 Stunden am Tag. Schon früh wirbt Opel für seine Produkte im Anzeigenblatt des Großherzoglichen Kreisamtes.

1868

Das Geschäft floriert. Adam Opel erwirbt in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof in Rüsselsheim, direkt an der Bahnlinie Frankfurt-Mainz, ein 1.500 Quadratmeter großes Grundstück. Dort wird ein zweistöckiges Fabrikgebäude mit angegliedertem Wohnhaus errichtet. Rund 25 Arbeiter bilden die Belegschaft der neuen Nähmaschinenfabrik, Keimzelle aller nachfolgenden Erweiterungen. Erstmals wird auch in einem eigens gebauten Kesselhaus Dampfkraft für die mechanischen Antriebe und Werkzeugmaschinen eingesetzt.

1873

Steigende Produktionszahlen machen ein Händlernetz zum Absatz der Nähmaschinen nötig. Gemeinsam mit seinem Bruder Wilhelm gründet Adam Opel die erste Niederlassung in der Wirtschaftsmetropole Frankfurt. Der Export ins westliche Ausland läuft an, vor allem nach Frankreich, bald darauf aber auch nach Russland, USA und Indien. Allmählich erfolgt mit Hilfe einer weitgehend mechanisierten Fertigung der Einstieg in die Massenproduktion.

1882

Die Expansion geht weiter. Die Fabrikanlagen werden in den 1880er Jahren zweimal umfassend vergrößert. Eine 40 PS starke Dampfmaschine kommt zum Einsatz. Die Belegschaft wächst 1884 auf 240 Mitarbeiter, die 15.000 Nähmaschinen im Jahr fertigen. Zum Produktionsjubiläum anlässlich der 100.000sten Nähmaschine verleiht das Großherzogtum Hessen Adam Opel 1886 den Titel "Hoflieferant".

1886

Die Firma Opel schafft sich ein zweites Standbein: Fahrräder. Zunächst werden Hochräder nach englischem Muster gebaut, ein Jahr später folgen die ersten "Sicherheits-Niederräder". Die zahllosen werbewirksamen Rennerfolge, die die Opel Brüder ab 1888 auf Opel Rennrädern erringen, tragen mit dazu bei, dass das Unternehmen zum führenden deutschen Fahrrad-Hersteller aufsteigt. Die Jahresproduktion erreicht zur Jahrhundertwende 16.000 Stück.

1895

Adam Opel stirbt im Alter von 58 Jahren an den Folgen einer Typhusinfektion. Seine Frau Sophie führt, zunächst unterstützt von den ältesten Söhnen Carl und Wilhelm, die Geschäfte weiter. Die Söhne Heinrich, Fritz und Ludwig sind zu diesem Zeitpunkt noch minderjährig. Beim größten Unternehmen in der Region arbeiten mittlerweile 1.500 Beschäftigte. Viele Mitarbeiter pendeln täglich mit dem Zug aus dem Umland nach Rüsselsheim, da die Schienenstrecke Frankfurt-Mainz für eine gute Verkehrsanbindung sorgt.

Zusätzlich zu Nähmaschinen stellt Adam Opel ab 1887 Fahrräder - zunächst Hochräder - her. Das Logo: Die Siegesgöttin Victoria mit einem Lorbeerkranz über einem Opel-Radler als aufgenietetes Prägeschild.

1899

Start der Automobil-Produktion mit dem Opel Patent-Motorwagen System Lutzmann: Das Fahrzeug ist nach dem Dessauer Hofschlossermeister Friedrich Lutzmann benannt, dessen Produktionsanlagen die Opel-Brüder gekauft und nach Rüsselsheim verlegt haben. Der offene Dreisitzer mit Einzylinder-Motor leistet 3,5 PS, verfügt über einen Hubraum von 1,5 Liter, erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h und verbraucht 10 Liter Treibstoff pro 100 Kilometer. Elf Fahrzeuge werden in vier Karosserievarianten im ersten Jahr in Handarbeit gebaut.

Jugendstil auch im Opel-Firmenzeichen. Darin weisen die Wappen des Großherzogtums Hessen und des Herzogtums Sachsen-Coburg-Gotha das Unternehmen als deren Hoflieferanten aus.

1901

Einstieg in die Produktion von Opel-Motorrädern: Die Kraft des Einzylinder-Motors wird über einen Lederriemen direkt von der Kurbelwelle aufs Hinterrad übertragen. Um den Motor in Gang zu setzen, muss der Fahrer das Motorrad noch durch ein paar kräftige Laufschritte in Schwung bringen. Auch in der Automobilproduktion gibt es neue Entwicklungen: Ein Vertrag mit dem französischen Automobilpionier Alexandre Darracq besiegelt die erste internationale Zusammenarbeit des Unternehmens.

1902

Opel übernimmt die Alleinvertretung der Fa. Darracq für Deutschland und Österreich-Ungarn. Daneben werden die aus Frankreich importierten Darracq-Fahrgestelle am Main mit Karosserien aus eigener Fertigung kombiniert und als 9 PS Opel Motorwagen "System Darracq" in den Handel gebracht. Bereits im Herbst 1902 präsentiert das Unternehmen eine komplette Eigenkonstruktion, den Opel Motorwagen 10/12 PS, ein kompakter Tonneau mit Zweizylinder-Motor, einem Gesamthubraum von 1885 cm³ und 12 PS Leistung.

Am Kühler des Fahrzeugs erscheint eine Fabrikmarke, die aus heutiger Sicht mehr den Charakter eines Typenschildes hat.

1907

Beim "Kaiserpreisrennen" im Taunus erringt der Werksrennfahrer Carl Jörns auf einem 60 PS starken Boliden den Ehrenpreis für den besten deutschen Wagen. Der Erfolg bringt dem Unternehmen den Titel "Hoflieferant" ein. Opel baut seine Produktpalette aus und bietet in größeren Stückzahlen Last- und Lieferwagen an, die auf Kundenwunsch mit besonderen Wagenaufbauten z. B. in Flaschenform angeboten werden. Mit Einführung eines Arbeiter-Ausschusses als Vorläufer des Betriebsrats erhalten die Mitarbeiter ein größeres Mitspracherecht.

Am Kühler des Fahrzeugs erscheint eine Fabrikmarke, die aus heutiger Sicht mehr den Charakter eines Typenschildes hat.

1909

Opel macht das Autofahren populär und erschwinglich. Mit Einführung des robusten und äußerst preiswerten "Doktorwagen" 4/8 PS stößt Opel in eine Marktlücke und kreiert das Kleinwagensegment. Der kompakte Zweisitzer wird von einem sparsamen Vierzylinder mit einem Liter Hubraum angetrieben und kostet sensationell niedrige 3.950 Mark. Der Doktorwagen wird ein Riesenerfolg. Binnen eines Jahres wächst die Automobilproduktion von 845 Einheiten 1909 auf 1.615 Fahrzeuge 1910.

Opel stellt seit 1901 auch Motorräder her. Ihre Kennzeichen: der Firmenname "Opel" als geschwungener Schriftzug. 1909 taucht er auch bei den vierrädrigen Gefährten im Markt auf.

1911

Ein Grossbrand zerstört den älteren Teil des Fabrik-Komplexes. Auf dem Gelände des abgebrannten Werkes werden für die Automobil- und Fahrradproduktion zusätzliche Fabrikgebäude errichtet. Im gleichen Jahr wird die "Adam-Opel-Stiftung" gegründet. Diese Unterstützungskasse gewährleistet unter anderem Lohnfortzahlung bei Krankheit und trägt zur Altersversorgung der Betriebsangehörigen bei.

Der 1910 vom Hessischen Großherzog skizzierte Entwurf des "Opel-Auges" als Markenzeichen bleibt in seiner Grundform Identifikation für die Personenwagen und das Haus Opel bis zum Jahr 1935.

1912

Zum 50jährigen Unternehmensjubiläum präsentiert Opel sein neues Flaggschiff, den 40/100 PS mit einem Vierzylinder-Motor mit 10,2 Liter Hubraum. Im Herbst des Jahres läuft der 10.000ste Opel vom Band. Im wieder aufgebauten Opel-Werk entsteht die erste Lehrwerkstatt. Fortbildungs- und Gewerbeschulen am Ort liefern den jungen Facharbeitern das theoretische Rüstzeug für ihren Beruf. Zwei Jahre vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs arbeiten rund 4.500 Beschäftigte bei Opel.

1913

Ein Rennwagen schreibt Technikgeschichte. Zum Grossen Preis von Frankreich geht Carl Jörns mit einem Vier-Liter-16Ventiler an den Start. Der Motor verfügt über einen Hubraum von 3.970 cm³, eine Leistung von 110 PS und erbringt eine Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h. Eine oben liegende Nockenwelle übernimmt die Ventilsteuerung, die durch eine Königswelle angetrieben wird. Damit kombiniert Opel als einer der ersten Automobilhersteller Vierventiltechnik mit oben liegender Nockenwelle.

1914

Mit einer Jahresproduktion von 3.519 Fahrzeugen ist Opel der größte Automobilhersteller in Deutschland. Die Modellpalette ist so umfangreich wie nie zuvor. Sie umfasst 19 PW-Basismodelle und vier Sportwagenmodelle, die auch bei Autorennen eingesetzt werden können. Größter Beliebtheit erfreut sich der Neuentwickelte Opel 5/14 PS, der wegen seines gefälligen Aussehens im Volksmund bald "Puppchen" genannt wird. Er vereint die für ein Volksmobil wichtigen Eigenschaften Wirtschaftlichkeit, Zuverlässigkeit und unproblematische Handhabung.

1916

Im Krieg entwickelt sich Opel vom größten PW-Hersteller zum größten Nutzfahrzeughersteller in Deutschland. Bis Kriegsende 1918 werden 4.453 Exemplare des "Regel-Lastwagens" ausgeliefert. Die PW-Entwicklung geht währenddessen weiter. Die erste Opel Sechszylinder-Limousine, der Opel 18/50 PS entsteht. Der offene Sechssitzer hat einen Hubraum von 4,7 Liter und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 85 km/h. Als Extras werden zum ersten Mal elektrischer Anlasser und elektrische Beleuchtung angeboten.

1919

Nach dem Krieg wird das Personenwagen-Programm der stark reduzierten Nachfrage angepasst. Wesentliche Neuerscheinung ist das sportliche Modell 8/25 PS. Im gleichen Jahr wird vor den Toren Rüsselsheims eine 1.500 Meter lange Einfahr- und Versuchsbahn in Betrieb genommen. An Wochenenden finden auf Deutschlands erster Rennstrecke, die mit ihren um 32 Grad überhöhten Kurven eine Geschwindigkeit von bis zu 140 km/h erlaubt, Auto- und Motorradrennen statt.

1924

Modernisierung der Fertigungsanlagen. Nach Weltkrieg und Inflation ist ein Auto für weite Bevölkerungskreise nicht mehr erschwinglich. Opel beschließt, kleinere und preiswertere Modelle zu fertigen. Mit Einführung des Fliessbandes schafft Opel als erster deutscher Hersteller die Voraussetzung für Groß-Serienfertigung. Erster Groß-Serienwagen ist der 4/12 PS, genannt "Laubfrosch". Mit einem Preis von 4.500 Mark ist der grasgrün lackierte Zweisitzer für breitere Schichten erschwinglich und wird zum ersten deutschen Auto, von dem mehr als 100.000 Stück produziert werden.

Die prägnante und sachliche Version des "Opel-Auges" spiegelt den sich ändernden Zeitgeschmack wider. Die Automobile tragen - in abgewandelter Form - das "Opel-Auge" mit Laub-Einfassung.

1926

Neue Fertigungsmethoden. Ab 1925 wird nach und nach die Holzkonstruktion durch Stahlblechkarosserien ersetzt. Hydraulisch arbeitende Hochdruckpressen fertigen in Sekunden Karosserieteile. Mit dem ebenfalls vollkommen neuen Punktschweißverfahren fügen speziell geschulte Arbeiter die Karosserieteile zusammen. Revolutionär ist auch die Lackiertechnik. Nitrolacke können mit Spritzpistolen aufgetragen werden und sind bereits nach wenigen Sekunden trocken. Neue Maßstäbe setzt auch der Preis des 4-PS-Modells: Er sinkt von 4.500 auf 2.950 Mark.

1928

Spitzenleistungen. Opel ist mit einem Marktanteil von 37,5 Prozent der größte Automobil-Hersteller in Deutschland. 8.000 Mitarbeiter fertigen 42.771 Autos im Jahr. Ein neues Luxusauto, der Regent 24/110 PS mit Achtzylindermotor, kommt zum Preis von 21.000 Mark auf den Markt. Die Motorradentwicklung gipfelt in der avantgardistischen legendären 500er Motoclub. Mit Raketenversuchen steigert Fritz von Opel weiter die Popularität der Marke. Auf der Berliner Avus katapultiert er den Raketenwagen RAK 2 auf eine Spitzengeschwindigkeit von sensationellen 238 km/h.

Eine Variante des Auges. Opel greift die Motorradfertigung wieder auf. Die Abwandlung des Auges als rotgrundiger Kreis mit goldenen Buchstaben und goldener Oval-Einfassung unterscheidet die Zweiräder von den Automobilen.

1929

Am Vorabend der Weltwirtschaftskrise entschließen sich die Opel-Brüder, 80 Prozent des Opel-Aktienpakets an GM zu veräußern, ein Jahr später erwirbt GM auch die restlichen 20 Prozent. Nach der Krise geht es schnell wieder bergauf. Als erste deutsche Automobilfirma gründet Opel die "Allgemeine Automobilversicherung AG Rüsselsheim" und zur Finanzierung von Ratenkäufen entsteht die "Opel-Bank". Ende 1929 werden in Deutschland bereits 90 Prozent aller Autos über Ratengeschäfte verkauft.

1931

Die PW-Neuerscheinung des Jahres ist der in sechs Versionen erhältliche Mittelklassewagen 1,8 Liter mit 6-Zylinder-Motor. Ihm äußerlich sehr ähnlich ist der neue Kleinwagen 1,2 Liter mit 4-Zylinder-Motor. Mit dem Opel "Blitz", der von zwei Vier- und Sechszylinder-Motoren mit 2,6 und 3,5 Liter Hubraum angetrieben wird, geht eine ganz neue Schnell-Lastwagen-Generation an den Start. Der mittels Preisausschreiben gefundene Name "Blitz" sorgt dafür, dass der Opel-Lkw schnell populär wird.

Nachdem der Name "Blitz" für die Fahrräder in den 20er Jahren in Vergessenheit geraten ist, taucht er bei den Opel-Lastkraftwagen erstmals wieder auf. Der "Blitz" signalisiert Schnelligkeit, Stärke und Dynamik.

1936

Auch der neue Opel Kadett hat wie sein erfolgreicher großer Bruder Olympia eine selbst tragende Ganzstahlkarosserie. Darüber hinaus bietet das fortschrittliche Auto, das bereits für 2.100 Reichsmark erhältlich ist, Hinterradantrieb, hydraulische Vierradbremse und einen 23 PS starken Vierzylinder-Motor. Gegen Ende des Jahres bringt Opel den geländegängigen Dreitonner-Blitz Typ S heraus. Mit einer Jahresproduktion von über 120.000 Einheiten ist Opel der größte Automobilhersteller in Europa und der größte Exporteur.

1937

Opel konzentriert seine Kräfte ganz auf den Bau von Kraftfahrzeugen. In der oberen Mittelklasse bietet Opel den Super 6 an, der von einem komplett neu entwickelten 2,5 Liter-Sechszylinder- "Kurzhubmotor" angetrieben wird. Der 55 PS starke Motor verfügt als erstes Opel Triebwerk über hängende Ventile und Stösselstangensteuerung. Genauso modern ist der 3,6 Liter-Sechszylinder-Motor des neuen eleganten Spitzenmodells Admiral.

In stilisierter Form prangen Zeppeline seit Mitte der 30er Jahre als Kühlerfigur auf allen neuen Opel-Pkw-Modellen. 1937 wird das Luftschiff für das Firmenemblem so in einen Ring gestellt, dass es ihn zu durchfliegen scheint.

1939

Opel ist der größte und fortschrittlichste Automobil-Hersteller Europas und beschäftigt 25.374 Mitarbeiter. In Rüsselsheim baut das Werk einen eigenen Personenbahnhof. 1938, im letzten Friedensjahr, verlassen 140.580 Fahrzeuge die Werkshallen, eine Zahl, die erst wieder 1954 übertroffen wird. Jeder vierte Opel wird ins Ausland exportiert. Der 1936 vorgestellte "Kadett" ist in Europa mit einem Marktanteil von 59 Prozent der meistverkaufte Wagen seiner Klasse.

1944

Die Werke in Rüsselsheim und Brandenburg werden zerstört. Mit einer ganzen Serie von Bombenangriffen legen die Alliierten 50 Prozent der Produktionsstätten und Verwaltungsgebäude in Schutt und Asche. 1945 wird kein Neufahrzeug bei Opel fertig gestellt. Unter Leitung der US-Army versetzen Facharbeiter im Opel-Werk beschädigte Fahrzeuge in fahrbereiten Zustand.

1946

Das Werk Brandenburg und die Kadett-Produktionsanlagen gehen als Reparationsleistung an Russland. Wiederaufnahme der Produktion: Ein Opel-Blitz 1,5-Tonner verlässt als erster Neuwagen die Montagehalle, denn die Deutschen brauchen in erster Linie Lastwagen, um die Trümmer in den Städten und Fabrikanlagen zu beseitigen. Da durch den Krieg die Werkzeugmaschinen und Formen verloren gegangen sind, muss die Fertigung zunächst in mühevoller Handarbeit erfolgen. Bei Opel arbeiten wieder 7.075 Beschäftigte.

1951

Ein Jahr nach vollständigem Wiederaufbau des Werkes richtet Opel als erster Hersteller ein Prüffeld auf dem Werksgelände ein. Die Anlagen erstrecken sich über 150.000 Quadratmeter und dienen als Ersatz für die 1919 eingeweihte und 1949 wieder abgerissene alte Opel-Bahn. Die Teststrassen sind insgesamt sieben Kilometer lang und umfassen unter anderem Schnellfahrbahn, Kopfsteinpflaster, Schotterstrasse, Höckerbahn und Steilstrecken mit bis zu 30 Prozent Steigung.

Nach dem Krieg läuft die Opel-Personenwagenfertigung 1947 mit dem Olympia wieder an. Der erste Nachkriegs-Olympia trägt den Zeppelin auf der Kofferraum-Klappe - das Signet, das bereits vor dem Krieg der Opel Kapitän trug.

1953

Die Opel-Jahresproduktion steigt wieder auf über 100.000 Fahrzeuge. Auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt (IAA) stellt Opel im Frühjahr den neuen Olympia Rekord mit lang gestreckter Pontonkarosserie und dem typischen "Haifischmaul" - Kühlergrill vor. Auch der neue Kapitän, der im November vorgestellt wird, zeigt die modernen Stilelemente. Vom Familienfahrzeug Olympia werden im ersten Produktionsjahr bereits 74.419 Exemplare und von der komfortablen Luxuslimousine Kapitän bis 1955 insgesamt 61.543 Exemplare verkauft.

1956

Im Produktionsjahr des zwei millionsten Opel, einem Kapitän, verkauft das Unternehmen insgesamt 207.010 Fahrzeuge und erreicht damit einen Marktanteil von 17,6 Prozent. Mit dem 56er Kapitän wird das Spitzenprodukt aus Rüsselsheim endgültig zum Verkaufsschlager. Das Press- und Karosseriewerk K40 - der bis dahin größte industrielle Neubau der Bundesrepublik - wird fertig gestellt. Die Arbeitsfläche des Opel-Werks wird um 286.000 Quadratmeter auf über 797.000 Quadratmeter vergrößert. Die Produktionskapazität erhöht sich auf 1.000 Autos pro Arbeitstag.

Das modernisierte Markenzeichen symbolisiert die automobilen Werte "Dynamik", "Schnelligkeit" und "Ästhetik". Der Kapitän des Modelljahrgangs 1954 trägt sein Firmenemblem nun vorn auf der Haube.

1962

Rechtzeitig zum 100jährigen Bestehen von Opel wird in Bochum auf 1,65 Quadratkilometern ehemaligem Zechengelände eine neue Produktionsstätte für den neuen Kompaktwagen Kadett eröffnet. Mit dieser Standortentscheidung setzt Opel ein positives Zeichen für die Menschen im krisengeschüttelten Revier. 11.000 Menschen finden eine neue und dauerhafte Beschäftigung. Der Kadett avanciert schnell zu einem Bestseller: Bis zum Modellwechsel 1965 werden 522.896 Limousinen und 126.616 Caravan gebaut.

1964

Nachdem bereits 1963 der Rekord A mit ganz neuem Styling auf den Markt gekommen ist, wartet Opel 1964 gleich mit drei neu entwickelten Modellen in der Oberklasse auf: Kapitän, Admiral und Diplomat. Mit der sportlich-flachen Bugpartie, den prismenförmigen Scheinwerfern, der aufschwingenden Hecklinie und den großen Außenmaßen erinnern die Luxuslimousinen an amerikanische Straßenkreuzer. Das Top-Modell bildet der Diplomat V8, der Achtzylinder mit 4,6 Liter schafft als erstes Opel-Serienfahrzeug 200 km/h Höchstgeschwindigkeit.

Das Blitz-Emblem bildet zusammen mit den jüngsten Pkw-Symbolen das neue einheitliche Markenemblem. Das neue Blitz-Symbol transportiert die Eigenschaften Kraft, Modernität, Technik, Eleganz und Dynamik.

1966

Mit einem Investitionsvolumen von 20 Millionen Mark wird im hessischen Dudenhofen das neue Testzentrum im April des Jahres eröffnet. Auf den insgesamt 43 Kilometer langen Versuchsstrassen, verschiedensten Marter- und Hochgeschwindigkeitsstrecken bietet das Zentrum in einem Waldgebiet von 2,6 Quadratkilometern ideale Prüfbedingungen. Nach Rüsselsheim und Bochum wird in Kaiserslautern das dritte deutsche Opel-Werk eingeweiht.

1968

Auf der IAA 1965 wird den Fans sportlicher und fahrdynamischer Fahrzeuge eine Studie, der Experimental-GT, vorgestellt, der nach nur drei Jahren Entwicklungszeit als Opel GT Serienreife erreicht. Das zweisitzige Sportcoupé mit Klappscheinwerfern und Abrissheck erzielt bis zum Ende seiner Produktion 1973 mit insgesamt 103.463 Exemplaren außerordentliche Verkaufserfolge. Unvergessen ist auch der Werbe-Slogan "Nur fliegen ist schöner".

Das Blitz-Emblem bildet zusammen mit den jüngsten Pkw-Symbolen das neue einheitliche Markenemblem. Das neue Blitz-Symbol transportiert die Eigenschaften Kraft, Modernität, Technik, Eleganz und Dynamik.

1970

Das neue Jahrzehnt beginnt mit der Einführung von zwei neuen Mittelklassemodellen, dem Ascona A und seinem sportlichen Kollegen Manta A. Diese beiden Modelle schließen die Lücke zwischen Kadett und Rekord. Am 6. September 1971 läuft der zehn millionste Opel - ein Rekord - vom Band. Im Jahr 1972 erreicht Opel mit 877.963 Fahrzeugen einen neuen Produktions-Rekord und erzielt einen Marktanteil vom 20.4 Prozent.

Seit den 50er Jahren führen Lastwagen und Omnibusse, die bereits seit 1936 einheitlich der Wortmarke "Opel-Blitz" angehören, ein Blitz-Emblem am Bug.

1977

Auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt werden der Rekord E präsentiert und die neuen Modelle Monza A und Senator A mit 2.8-Liter und 3.0-Liter Sechszylinder Motoren eingeführt. 1979 Lancierung des neuen Kadett D, dem ersten Opel Modell mit Frontantrieb. Im selben Jahr führt Opel die Kennzeichnung aller Plastikkomponenten in der Fahrzeugproduktion ein als Basisvoraussetzung für das spätere Recycling.

Das Blitz-Emblem bildet zusammen mit den jüngsten Pkw-Symbolen das neue einheitliche Markenemblem. Das neue Blitz-Symbol transportiert die Eigenschaften Kraft, Modernität, Technik, Eleganz und Dynamik.

1981

In der neuen Rüsselsheimer Lackieranlage setzt Opel als erstes Automobil-Unternehmen umweltverträgliche Wasserlacke ein. Auf organische Lösungsmittel kann fast vollständig verzichtet werden. Die hochmoderne Lackiererei ist 400 Meter lang, 80 Meter breit, 32 Meter hoch und hat Investitionen in Höhe von 500 Millionen Mark erfordert. Neuartige Techniken wie die Grundierung im Tauchbad erlauben es zudem, Rostschutz und Lackqualität entscheidend zu verbessern und den Kunden eine noch breitere Farbpalette anzubieten.

1984

Der Start eines Investitionsprogramms von rund 7,4 Milliarden Mark im Jahr 1984 erlaubt umfangreiche Modernisierungs-Maßnahmen und die Erneuerung der gesamten Modell-Palette. Eine Milliarde Mark wird allein in die Abgasforschung investiert. Bereits im Herbst 1985 bietet Opel als erster deutscher Hersteller den geregelten Dreiwege-Katalysator in allen benzinbetriebenen Fahrzeugen an.

1988

Einführung des neuen Opel Vectra als Ersatz für die populäre Ascona Modellreihe. Ein Jahr später Präsentation des neuen Opel Calibra mit seinem einmaligen Luftwiderstandsbeiwert von 0.26, dem besten je erzielten Aerodynamikwert eines Serien-Fahrzeuges in der Welt. Im selben Jahr ist Opel der erste Groß-Serienhersteller in Europa, welcher seine benzingetriebenen Modelle serienmäßig mit geregeltem Dreiwege-Katalysator ausrüstet.

Das Blitz-Symbol wird verändert. Der Blitz wird zum eigenständigen Unternehmens-Symbol. Dieses Zeichen signalisiert den Wandel zu einem modernen, zunehmend global arbeitenden Automobilunternehmen.

1990

Als erster europäischer Automobil-Hersteller beginnt Opel mit der flächendeckenden Einführung der Gruppenarbeit. Dabei bilden sechs bis zwölf Mitarbeiter eine Gruppe. Die Mitglieder müssen nicht permanent den gleichen Handgriff ausüben. Eigenverantwortlich übernimmt das Team ein sinnvoll abgegrenztes Tätigkeitsgebiet. Vorteil: Motivation, Produktivität und Qualität der Produkte nehmen zu. Als erster Automobilhersteller führt Opel eine Recyclingkette für Plastikteile ein. In Torbali, Türkei, nimmt ein neues Werk die Produktion des Opel Vectra auf. 1991 wird der neue Astra eingeführt, der in verschiedenen Karosserievarianten und mit einer großen Auswahl an Motoren verfügbar ist.

1992

Eröffnung des Opel-Werks Eisenach. In nur neunzehn Monaten entsteht eine der modernsten Produktionsstätten der Welt. Sie bietet 2.000 Menschen einen Arbeitsplatz und fertigt als erstes Werk eines europäischen Automobilherstellers ausschliesslich nach "schlanken" Produktionsmethoden. Opel steigt mit den Modellen Frontera und Monterey erfolgreich in den Geländewagenmarkt ein.

1993

Die neue Corsa-Generation wird eingeführt. Design, Sicherheitsausstattung und Umweltverträglichkeit des Kompaktwagens liegen auf sehr hohem Niveau. Der Corsa ist das erste Modell seiner Klasse, das serienmäßig mit zwei Full Size Airbags ausgestattet ist. Seit 1994 ist der Corsa in Deutschland Jahr für Jahr Marktführer in seinem Segment.

1994

Der dreissigmillionste Opel läuft vom Band. Es ist ein MV 6 aus der neuen Omega-Baureihe, die den Omega A ablöst. Das kompakte Tigra Coupé auf Basis des Corsa bereichert die Modellpalette. Start eines umfassenden Restrukturierungs-Programms "Neues Werk im alten Werk" zur Steigerung der Produktivität. In Verbindung damit werden richtungweisende Vereinbarungen zur Standortsicherung zwischen Betriebsrat und Unternehmensleitung abgeschlossen.

1995

Die Neuauflage des Bestsellers Vectra sorgt für Aufsehen. Die Mittelklasselimousine bietet Technik und Ausstattung aus höheren Fahrzeugsegmenten. Opel flexibilisiert die Arbeitszeit: Die Geschäftsleitung und der Betriebsrat beschliessen die Einführung eines Arbeitszeitkorridors zur nachfrageangepassten Festsetzung der Arbeitszeit. 1995 ist jedes siebte Auto auf Deutschlands Strassen ein Opel. In Rüsselsheim erfolgt der erste Spatenstich zum Bau einer neuen Unternehmenszentrale.

1996

Einführung des neuen Opel Vectra Caravan. In Rüsselsheim startet die Produktion des neuen Cadillac Catera, des ersten Cadillac "Made in Germany". Eröffnung eines neuen Motorenwerkes in Kaiserslautern (Deutschland) für die Herstellung der neuen Opel ECOTEC 16VDirekteinspritz-Dieselmotoren und eines neuen Zylinderkopf-Werkes in Szentgotthard (Ungarn). Opel, General Motors und Renault unterzeichnen einen Zusammenarbeitsvertrag für den Bereich leichte Nutzfahrzeuge.

1997

Mit 26 neuen Modellen und Modellvarianten bis zum Jahr 2001 verkündet Opel die grösste Produktoffensive in der Firmengeschichte. Das Unternehmen will insbesondere das Nischenangebot und die Nutzfahrzeugpalette erweitern. Opel bezieht die neue Unternehmenszentrale in Rüsselsheim, das Adam-Opel-Haus.

1998

Im Januar schließt das Unternehmen mit seiner Belegschaft einen neuen Standortvertrag und verpflichtet sich, auch in Zukunft hohe Investitionen in Deutschland zu tätigen. Der neue Astra, der Nachfolger des mit rund vier Millionen produzierten Einheiten bislang erfolgreichsten Opel-Modells aller Zeiten, wird eingeführt und ist vom Start weg ein Erfolg. Opel und die Muttergesellschaft GM gründen das Zentrum für alternative Antriebe mit dem Ziel, die zukunftsweisende Brennstoffzellen-Technologie bis 2004 marktfähig zu machen.

1999

Neue Arbeitswelten. Die neue Unternehmenszentrale ist ein wichtiger Markstein in der 100-jährigen Firmengeschichte des Automobilbaus der Adam Opel AG. Mit ihr wurde eine völlig neue, zukunftsweisende Büro-Arbeitswelt geschaffen. 1230 Mitarbeiter finden hier erstklassige Arbeitsbedingungen mit modernsten Kommunikationseinrichtungen vor. Beste Voraussetzungen also, um die führende Position im Automobilmarkt behalten und weiter ausbauen zu können.

2000

Opel kündigt im September 1999 Investionen von 9 Milliarden DM bis zum Jahr 2003 an für die Entwicklung neuer Produkte und die Modernisierung der Produktionswerke. Mit dem Micro-Van Agila, dem sportlichen Speedster, dem Astra Coupé sowie der Astra-Modellvariante Eco 4 beginnt Opel das neue Millennium mit einer beispiellosen Modellpalette. Im Einklang mit der 138jährigen Markenphilosophie vereinigt die neue Modelloffensive neue Zukunftstechniken wie Navigationssysteme und mobile Telekommunikation sowie traditionelle Opel Attribute wie dynamische Fahrweise, vielfältiges Styling, Wirtschaftlichkeit und Vielseitigkeit.

Top